Sozialwerk St. Georg

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Einfluss nehmen

Kraft schöpfen, Neues wagen:
Wie hier im Christophorushaus in Lippstadt, wo Jan Lauken, Vorsitzender des Nutzerbeirats des Christophorushauses, auch durch Nathalie G., eine gute Freundin, gestärkt wird.
"Gemeinsam. Stark. Machen! - Ich nehme mein Leben in die Hand!"

Jan Lauken (30) ist Vorsitzender des Nutzerbeirats des Christophorushauses, einem Wohnverbund mit Angeboten insbesondere für Menschen mit psychischer Erkrankung in Lippstadt. In der integrierten Tagesstätte Tagwerk Am Mondschein sagt er:

„Mich stärkt zu wissen, was passiert, und darauf Einfluss nehmen zu können!“

Ergänzend sagt Lauken: „Mich stärken meine Freunde und Gesellschaft“ – zum Beispiel, wie auf den Fotos zu sehen, Nathalie G., eine gute Freundin. Was er bezüglich Empowerment zuletzt erlebt hat, verrät er im Interview:

Was macht Sie stark?
Ich bin immer ganz froh, wenn ich mich mit Leuten über das aktuelle Geschehen unterhalten kann, zum Beispiel über Politik, Stadtgeschehen, Kultur; zu wissen, was um mich herum geschieht, macht mich stark.

Was haben Sie in der letzten Zeit erlebt, was Sie gestärkt hat?
Ich habe seit Mitte 2016 an vielen Workshops des Sozialwerks teilgenommen. Ich bin im letzten Jahr auch zur Demo am Landtag in Düsseldorf gefahren, organisiert von der Lebenshilfe. Da habe ich mit vielen anderen für ein besseres Bundesteilhabegesetz demonstriert.

Wofür haben Sie da genau demonstriert und was war dabei das Wichtigste für Sie?
Dass zum Beispiel fünf von neun Punkten zutreffen müssen, damit man leistungsberechtigt ist, war so eine Sache, die problematisch war und bleibt. Auch, dass man nicht ausreichend ansparen darf, weil das dann einbehalten wird, sobald man den Job verloren hat und zeitweilig wieder auf Sozialhilfe angewiesen ist, das ist ein Problem. Das Wichtigste, warum ich teilgenommen habe, war, darauf aufmerksam zu machen, dass sich die Politiker und Bürger über die kritischen Inhalte des BTHG schlau machen sollen und nicht einfach glauben, damit sei alles gut.

Wie war das für Sie, am Strategie-Workshop des Vorstands mit den Leitungskräften im September 2016 in der Alten Schule in Recklinghausen teilzunehmen?
Es war interessant zu sehen, welche Ideen der Vorstand für die Zukunft des Sozialwerks St. Georg hat und in welcher Art Präsentationen aufgebaut und gehalten werden.

Was haben Sie in der Strategie-Sitzung des Verwaltungsrats des Sozialwerks präsentiert und wie waren die Reaktionen?
Wir haben präsentiert, wie wir uns das Wohnen im Sozialwerk unter Berücksichtigung des BTHG in der Zukunft vorstellen. Aus unserer Präsentation ist vor allem hervorzuheben, dass wir sowohl mehr selbstbestimmtes Wohnen in eigenen Wohnungen oder kleinen WGs wünschen, als auch das gewohnte Konzept der Wohneinrichtung immer als Alternative brauchen. Dazu sind wir auf die benötigten Arbeitskräfte und Wohnungsanpassungen, das Wohnumfeld und die Kostenträger eingegangen. Der Verwaltungsrat war interessiert, aber man konnte deutlich erkennen, dass es hier – anders als bei unseren anderen Präsentationen – immer auch um finanzielle Machbarkeit ging und nicht nur darum, "wie es schön wäre“.

Wer oder was stärkt Sie bei Ihrer Arbeit im Beirat des Christophorushauses? Wie stärken Sie sich vielleicht gegenseitig?
Am meisten stärkt mich zu sehen, dass sich durch unsere intensive Arbeit Erfolge zeigen und Veränderungen bewirkt werden. Es ist immer gut zu wissen, nicht alleine für etwas eintreten zu müssen und bei Gesprächen, zum Beispiel mit einer Fachleitung, sich gegenseitig zu stärken.

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