Sozialwerk St. Georg

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Werkstattrat und mehr

Kraft schöpfen, Neues wagen:
Wie hier in Gelsenkirchen, wo Peter Anduschies die Besucherinnen und Besucher der Emscher-Werkstatt im Empfangsbereich begrüßt; Christa Zander stärkt ihn bei seiner Arbeit im Werkstattrat.
"Gemeinsam. Stark. Machen! - Ich nehme mein Leben in die Hand!" 

Arbeit ist ein wichtiger Teil des Lebens – für Menschen mitund ohne Assistenzbedarf. Und Arbeit verändert sich, auch im Bereich der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM). Entsprechend stellen sich diese mit ihren Angeboten – zum Beispiel Eigenprodukten oder attraktiven Dienstleistungen – neu auf. So fand gerade im März dieses Jahres in der Emscher-Werkstatt in Gelsenkirchen ein Workshop „Werkstatt der Zukunft“ statt. An diesem Zukunftsworkshop hat auch Peter Anduschies (50) teilgenommen. Für viele Besucherinnen und Besucher ist die Emscher-Werkstatt mit seinem Gesicht verbunden, denn der Gelsenkirchener begrüßt sie im Empfangsbereich, beantwortet Fragen und weist den Weg. Peter Anduschies sagt:

„Mich stärken meine Frau, der Werkstattrat, meine Kollegin Christa und ein selbstbestimmtes Leben!“

Der Vorsitzende des Werkstattrats erzählt stolz: „Ich bin seit 30 Jahren im Sozialwerk. Und ich war damals der erste externe Beschäftigte der Emscher-Werkstatt.“ Denn schon bald, nachdem die Emscher-Werkstatt 1986 gegründet worden war, öffnete sie sich auch für Menschen mit Assistenzbedarf, die nicht in einer Einrichtung des Sozialwerks wohnen.

„Selbstbewusst geworden“

Aus dem elterlichen Zuhause ist Peter Anduschies im Jahr 2003, zusammen mit seiner Frau, in eine eigene Wohnung im Stadtteil Bulmke-Hüllen in der Gelsenkirchener Altstadt gezogen, mittendrin – „inklusives Wohnen“, wie er es nennt. Für viele Beschäftigte ist er ein Vorbild: Wie er im Beirat die Interessen der Klientinnen und Klienten vertritt. Wie er sein Leben meistert, auch angesichts des Rollstuhls, auf den er angewiesen ist. „Ja, mir ist ein selbstbestimmtes Leben sehr wichtig“, sagt Anduschies und resümiert: „Ich bin selbstbewusst geworden, seitdem ich mein eigenes Leben führe.“ 

Im Werkstattrat gebe es eine gute Zusammenarbeit. Aktuell gehe es zum Beispiel um das Thema Duzen und Siezen, in Bezug auf die Ansprache von Klienten durch Mitarbeitende. Peter Anduschies bekennt: „Auch die Arbeit im Werkstattrat hat mich gestärkt. Und hier ganz besonders die Zusammenarbeit mit meiner Kollegin Christa.“ Woran sich das denn festmachen lasse, das gewonnene Selbstbewusstsein? „Man muss auch im Mittelpunkt stehen als Werkstattrat, zum Beispiel wenn man den Vorstand oder die Geschäftsführung trifft.“ Oder wenn man Grußworte hält. Ob beim Sommerfest oder bei der Einweihung des Schwerstmehrfachbehinderten-Bereichs mit Gästen aus Politik und Gesellschaft: Immer hat Peter Anduschies mit Bravour seinen Mann gestanden.

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