Sozialwerk St. Georg

Angebote für Menschen - Suche nach Einrichtungen und Angeboten

Angebote für Unternehmen - Informationen für Unternehmen über unsere Werkstätten

Einrichtungen und Angebote suchen

Und was können wir für Sie tun?

17.05.2016

Sozialwerk St. Georg startet Kampagne für inklusives Arbeiten

Und was können wir für Sie tun?

Ein Beispiel für inklusives Arbeiten: Servicekraft Michael Wienands und die Hauswirtschafterin Angelika Wagener im „Café LebensArt“.

Nach der Einsegnung der neuen Verwaltung (v. li.): Vorstand Gitta Bernshausen, Pfarrer Ingo Mattauch, Pfarrer Hans-Joachim Dohm, Vorstand Wolfgang Meyer und Oberbürgermeister Frank Baranowski.

Vorstandssprecher Wolfgang Meyer.

Oberbürgermeister Frank Baranowski.

Gelsenkirchen/NRW. „Der Kunde ist König“ prangt in großen Buchstaben über einem Foto mit zwei Mitarbeitenden, die freundlich in die Kamera lächeln. Das Plakat zeigt einen Steckbrief über die Servicekraft Michael Wienands und die Hauswirtschafterin Angelika Wagener, die sich im „Café LebensArt“ an der Theodor-Otte-Straße 152 um ihre Gäste kümmern. Das Café ist eines von vielen Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung innerhalb des Sozialwerks St. Georg, die im Rahmen der Veranstaltung „Lernen – Arbeiten – Teilhaben“ am Donnerstag, 12. Mai, im Begegnungszentrum Schacht Bismarck vorgestellt wurden. Unter den Teilnehmenden war auch Oberbürgermeister Frank Baranowski.

An einem Ort, der als ehemaliges Zechengelände den Strukturwandel in der Arbeitswelt symbolisiert, wurden die rund 150 Gäste mitgenommen auf eine Reise in verschiedene Dienstleistungs- und Produktionsbereiche, wo Menschen mit und ohne Assistenzbedarf auf Augenhöhe zusammenarbeiten. „Das Sozialwerk St. Georg ist ein Kind des Wandels“, sagte Vorstandssprecher Wolfgang Meyer und verwies auf die Anfänge des sozialen Dienstleistungsunternehmens, das bis 1966 junge Bergleute beherbergt hatte. Durch das Zechensterben verlagerten sich die Aufgaben des Sozialwerks, das seitdem Menschen mit Assistenzbedarf begleitet und zu einem der größten hiesigen Arbeitgeber wurde. „Heute zeigen wir, dass wir hier am Schacht sowie im gesamten Sozialwerk St. Georg einen weiteren Strukturwandel erlebt haben, der noch nicht ganz abgeschlossen ist“, betonte Meyer. „Anstatt, wie es früher üblich war, die Klientinnen und Klienten vor der Außenwelt zu beschützen, unterstützen wir sie nun im Sinne der Inklusion dabei, inmitten der Gesellschaft zu leben und zu arbeiten.

“Dass es sich auszahlt, Menschen mit Assistenzbedarf am Arbeitsleben teilhaben zu lassen, zeigte neben zahlreichen Steckbriefen zudem ein Kurzfilm von Klienten der Tagesstruktur EigenArt: Diese interviewten an verschiedenen Orten in NRW Menschen mit Assistenzbedarf die innerhalb und außerhalb des Sozialwerks tätig sind. „Wir erleben tagtäglich, wie sich Menschen einbringen, ihre Talente nutzen und gute Arbeit leisten“, bekräftigte Vorstand Wolfgang Meyer, der die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer dazu aufforderte „Inklusion zur Chefsache“ zu machen. „Das Sozialwerk St. Georg bietet – zum Beispiel innerhalb der Werkstätten – geschützte Räume und fördert gleichzeitig inklusives Arbeiten, indem es Menschen und Unternehmen dabei unterstützt, gemeinsam neue Wege zu gehen.“

„Beim Sozialwerk St. Georg entsteht Zukunft – und das in einem beachtlichen Tempo“, erklärte Oberbürgermeister Frank Baranowski. „Eine Arbeitsstelle zu haben, mit der man Geld verdient, ist ja auch ein Stück Menschenwürde.“ Vor diesem Hintergrund, finde er es beachtlich, wie viele Menschen, begleitet vom Sozialwerk, die Chance bekämen, ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen – und zwar „sowohl in den Werkstätten als auch in den Unternehmen der Umgebung.“

Wie Inklusion auf dem Arbeitsmarkt gelingen kann, welche Vorteile Unternehmen durch verstärkte betriebliche Inklusion erleben, erläuterten Claudia Hagel, Geschäftsführerin der Werkstätten gGmbH und Adrian van Eyk, Geschäftsführer der INTZeit-Arbeit gGmbH, einem Integrationsbetrieb des Sozialwerks St. Georg. „Viele Unternehmen scheuen sich nach wie vor, Menschen mit Assistenzbedarf einzustellen“, erklärte Hagel mit Verweis auf die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, wonach vor allem Menschen mit einer Schwerbehinderung von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Mithilfe von konkreten Beispielen machten Claudia Hagel und Adrian van Eyk, den anwesenden Unternehmern Mut und zeigten, dass sich viele Befürchtungen nicht bewahrheiten. Bei der Darstellung verschiedener Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten ging es nicht nur um finanzielle Anreize sondern auch um professionelle Begleitung von Menschen mit Behinderung – etwa durch einen Job-Coach.

Unter dem Motto „Und was können wir für Sie tun?“ erläuterten schließlich die Arbeits-Experten des Sozialwerks den Gästen, wie die Zusammenarbeit mit dem Sozialwerk für mehr inklusives Arbeiten im Einzelfall aussehen könnte. Noch mehr tun für inklusives Arbeiten will übrigens auch das Sozialwerk St. Georg – nicht nur im Rahmen seiner Werkstätten und Integrationsbetriebe. So entstehen in der neuen Verwaltung am Schacht Bismarck weitere Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Menschen mit Assistenzbedarf. Damit dies weiter gut gelingt, spendeten Pfarrer Ingo Mattauch (katholisch)und Pfarrer Hans- Joachim Dohm (evangelisch) ihren Segen und weihten damit das Gebäude, diesen neuen Ort der Arbeit, offiziell ein.

Die Veranstaltung war Auftakt der Kampagne „Lernen – Arbeiten – Teilhaben“ Weitere Informationen zu der Initiative für mehr inklusives Arbeiten bietet das Sozialwerk auf der Internetseite: www.lernen-arbeiten-teilhaben.de.

Downloads
160512 pm Auftaktveranstaltung LAT (139 K Bytes)

Pressekontakt (Zentrale Neuigkeiten)

Referat für Presse-/Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising

Stefan Kuster
Tel.: 0209 7004-205
s.kuster(at)sozialwerk-st-georg.de

Regina Bruns
Tel.: 0209 7004-235
r.bruns(at)sozialwerk-st-georg.de

Weitere Pressekontakte