Sozialwerk St. Georg

Angebote für Menschen - Suche nach Einrichtungen und Angeboten

Angebote für Unternehmen - Informationen für Unternehmen über unsere Werkstätten

Einrichtungen und Angebote suchen

Unternehmensentwicklung

Zahlen, Daten, Fakten – das Wirtschaftsjahr 2010

Allgemeine Angaben

Das Gesamtunternehmen Sozialwerk St. Georg mit Konzernsitz in Gelsenkirchen hat im Jahr 2010 in über 4.000 Betreuungsverhältnissen rund 3.500 Menschen mit Assistenzbedarf erreicht. Die rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützten in 53 Einrichtungen und 33 ambulanten Anlaufstellen in ganz Nordrhein-Westfalen Klienten im Rahmen stationärer und ambulanter Angebote in den Bereichen Wohnen und Leben, Arbeit und Teilhabe durch Arbeit und Beschäftigung – ein Leitbegriff im Sozialwerk St. Georg
[Mehr: Klick auf den Begriff]
Beschäftigung
, Alltag und Freizeit.

Die unterschiedlichen regionalen Dienstleistungen und Spartenangebote erbringt die Führungsgesellschaft des Konzerns, der Sozialwerk St. Georg e. V., durch den im Bereich stationärer Wohnangebote das überwiegende Gesamtgeschäftsvolumen generiert wird, und seine Tochtergesellschaften (in Klammern die Höhe der Gesellschaftsanteile des e. V.):

Geschäftsverlauf 2010

Bestimmende Einflussfaktoren des Geschäftsjahres 2010 waren zum Einen die rund 1,5-prozentige  Anhebung der Grund- und Maßnahmepauschalen für die stationären Wohnangebote in Verbindung mit einer 1,2-prozentigen Tariferhöhung sowie einer tarifvertraglichen Überleitung der Teilhabe durch Arbeit und Beschäftigung – ein Leitbegriff im Sozialwerk St. Georg
[Mehr: Klick auf den Begriff]
Beschäftigung
im Sozial- und Erziehungsdienst in die S-Tabelle des TVöD (Tarifvertrag öffentlicher Dienst)

Zum Anderen wurde der Bereich Arbeit und Teilhabe durch Arbeit und Beschäftigung – ein Leitbegriff im Sozialwerk St. Georg
[Mehr: Klick auf den Begriff]
Beschäftigung
von der sukzessiven Konjunkturerholung der Wirtschaft positiv beeinflusst. So konnte dieSozialwerk St. Georg Werkstätten: Einrichtungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben und zur Eingliederung in das Arbeitsleben
[Mehr: Klick auf den Begriff]
Werkstätte
n gGmbH ihre Umsatzerlöse aus Lohn- und Dienstaufträgen aufgrund der verbesserten Auftragslageum 14,1 % steigern.

Die Umsatzerlöse des Konzerns stiegen von rd. 107 Mio. EUR in 2009 auf rund 112 Mio. EUR im Jahr 2010. Neben dem Anstieg der Vergütungen war insbesondere eine positive allgemeine Belegungsentwicklung im Wohnbereich in Verbindung mit einem Ausbau tagesstrukturierender Angebote und einem fortgesetzten Wachstum der ambulanten Leistungen hierfür bestimmend.

hoch
Tabellen_einzeln_0611.indd

Die drei Tochtergesellschaften Sozialwerk St. Georg Westfalen-Nord gGmbH, Westfalen-Süd GmbH und Ruhrgebiet gGmbH, zuständig für die regionalen Angebote des Betreuten Wohnens, konnten ihre Klientenzahlen von ursprünglich 374 in 2005 auf 937 zum 31.12.2010 steigern.

Tabellen_einzeln_0611.indd

Die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns versetzte das Unternehmen in die Lage, auch im Jahr 2010 ein erhebliches Investitionsvolumen in Höhe von rund 8,4 Mio. EUR umzusetzen. Hierdurch ist es möglich, auch in Zukunft bedarfsgerechte Angebote zu gestalten. Unsere langjährigen Partner, die AKTION MENSCH, die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, das Land NRW, der Kreis Siegen-Wittgenstein und die Bundesagentur für Arbeit unterstützten uns im vergangenen Wirtschaftsjahr mit einem Gesamtvolumen von rund 3 Mio. EUR.

Fördermittel (Zugänge an Investitions- und Personalkostenzuschüssen/Landesmitteln)
  2010 (in T€) 2009 (in T€)
Aktion Mensch 851 856
Stiftung Wohlfahrtspflege 368 1.246
Kreis Siegen-Wittgenstein 1.458 5
Förderung Land NRW und LWL* 210 1.192
Bundesagentur für Arbeit 95 4
Insgesamt 2.981 3.302

* Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe unterstützt die Investitionen durch projektbezogene Förderungsmaßnahmen

Daraus ergeben sich zum 31.12.2010 Gesamterträge des Konzerns in Höhe von rund 125 Mio. EUR.

Neben den tarifbedingten Lohn- und Gehaltssteigerungen führte eine gestiegene Mitarbeiterzahl, die auch durch eine zunehmend betreuungsintensiveres Klientel gewachsen ist, zu einem Anstieg der Personalkosten um rund 4 Mio. EUR auf rund 88 Mio. EUR, was 70 % der Gesamtkonzernerträge entspricht. Im Bereich der Sachkosten wurden im Jahr 2010 Aufwendungen in Höhe von rund 11,1 Mio. EUR verzeichnet, die insgebsondere auf den allgemeinen Anstieg der Berechnungstage zurückzuführen sind. Der sich daraus ergebende Jahresüberschuss im Konzern beträgt rund 2,1 Mio. EUR in 2010, nach rund 2,4 Mio. EUR im Vorjahr.

hoch
Kennzahlen aus der Gewinn- und Verlustrechnung des Sozialwerks St. Georg (Konzern)
  2010 (in T€) 2009 (in T€)
Umsatzerlöse 112.603 107.019
Gesamterträge 125.353 118.745
Personalaufwand 88.201 84.340
Abschreibungen 4.599 4.397
Jahresüberschuss 2.081 2.385

Insgesamt weist der Konzern zum 31.12.2010 eine Bilanzsumme von rund 105 Mio. EUR (Vorjahr 104 Mio. EUR) aus, was einer leichten Steigerung um 1 % entspricht.

Kennzahlen aus der Bilanz des Sozialwerks St. Georg (Konzern)
  2010 (in T€) 2009 (in T€)
Anlagevermögen 80.134 77.222
Umlaufvermögen 24.270 25.765
Eigenkapital 29.326 27.010
Langfristiges Fremdkapital 38.161 38.983
Bilanzsumme 105.306 103.939

Die guten Ergebnisse sowohl der Muttergesellschaft Sozialwerk St. Georg e. V. als auch der Tochtergesellschaften belegen die Nachhaltigkeit der Ertragskraft des Gesamtkonzerns. Trotz teilweise schwieriger Rahmenbedingungen konnte wie im Vorjahr ein positives Ergebnis erwirtschaftet werden.

Tabellen_einzeln_0611.indd
Zukünftige Risiken und Chancen, Prognose

In 2011 und den Folgejahren erwartet das Sozialwerk ein stabiles Wachstum, das allerdings von einer zunehmend deutlichen Veränderung der Rahmenbedingungen im sozialen Sektor begleitet wird, insbesondere im Hinblick auf die schwierige Haushaltslage der Kostenträger und somit eine ungewisse Entwicklung der Vergütungssätze bei gleichzeitiger Tariflohnsteigerung.

Die prognostizierten Fallzahlentwicklungen der Bundesarbeitsgemeinschaft überörtlicher Sozialhilfeträger lassen einen deutlich steigenden Kostendruck erwarten. Tendenziell weiter sinkende Umsätze je Fall werden auch zukünftig Flexibilität und Innovationsmut von Personal und Organisation abverlangen. Gleichzeitig verdeutlicht die gemeinsame Betrachtung ambulanter und stationärer Leistungsangebote den Effekt der Umsatzdegression, die es wiederum ermöglicht, mehr Menschen mit vorgegebenem Persönliche Budgets ermöglichen Menschen mit Behinderungen und Erkrankungen mehr Selbstbestimmung
[Mehr: Klick auf den Begriff]
Budget
Assistenz zur Verfügung zu stellen.

Mehr und betreuungsintensiveres Klientel wird eine Herausforderung an Personalgewinnung und -qualifikation bedeuten. Die Chancen des Sozialwerks liegen daher im weiteren Ausbau sowie der Entwicklung innovativer, erstklassiger sozialer Dienstleistungen, die die Teilhabe – ein Leitbegriff im Sozialwerk St. Georg
[Mehr: Klick auf den Begriff]
Teilhabe
und Selbstbestimmung unserer Klienten im Sinne einer gelungenen Inklusion unterstützen.

In Zeiten knapper öffentlicher Kassen sind Spenden von Privatpersonen und Unternehmen stets willkommen, um wünschenswerte und hilfreiche Projekte und Maßnahmen zu finanzieren und so Menschen mit Behinderung weiter zu stärken.

Spendeneingänge e. V. und Stiftung
  2010 (in T€) 2009 (in T€)
Spenden an den Sozialwerk St. Georg e. V. 43 54
Spenden an die Stiftung Sozialwerk St. Georg 25 16

Der Konzernjahresabschluss wurde von der Curacon GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Münster, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.