Sozialwerk St. Georg

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Sozialwerk St. Georg - das Gesamtunternehmen im Jahr 2008
(Basis: Konzernlagebericht 2008)

Allgemeine Angaben

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns Sozialwerk St. Georg betreuen und pflegen Menschen mit Behinderungen – überwiegend psychisch kranke Menschen – sowohl in stationären als auch in ambulanten Wohnformen. Die Führungsgesellschaft des Konzerns ist der Sozialwerk St. Georg e. V., Gelsenkirchen, auf den das überwiegende Konzerngeschäftsvolumen entfällt. Darüber hinaus unterhält der Konzern als wesentlichen Faktor Werk- und Tagesstätten als teilstationäres Angebot oder als Teil stationärer Hilfen
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Tagesstätte
n, die umfangreiche Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen bieten. Weitere Schwerpunkte liegen in der Betreuung von Menschen mit Autismus ist die schwerste aller Entwicklungsstörungen.
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Autismus
und in der Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet.

In den Konzernabschluss einbezogen wurden neben der Muttergesellschaft folgende Tochtergesellschaften:

Die drei letztgenannten Gesellschaften führen seit 2005 das operative Geschäft des Ambulant Betreuten Wohnens in den einzelnen regionalen Geschäftsbereichen durch.

Geschäftsverlauf 2008 der Muttergesellschaft

Der Geschäftsverlauf des Jahres 2008 war weiterhin durch die von 2006 bis 2008 geltende Modellvereinbarung mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe geprägt. In dieser war unter anderem eine Absenkung des Vergütungssatzes in Höhe von 1,5 Prozentpunkten (rund 1 Mio. €) sowie eine hohe „Ambulantisierungsquote“ (180 Klientinnen und Klienten innerhalb dieser drei Jahre) im Stammhausbereich vereinbart worden. Dies wirkte sich auch in 2008 auf die Organisations- und somit die Kosten- und Erlösstrukturen des Sozialwerks St. Georg e. V. aus. So konnten im abgelaufenen Jahr 94 (im Vorjahr 97) bisher stationär betreute Klienten in das „Ambulant Betreute Wohnen“ entlassen werden – mit dem Ergebnis, dass die Ziele der Modellvereinbarung übererfüllt werden konnten (von 2006 bis 2008 insgesamt 214 Klienten aus dem allgemeinen Pflegesatz-Bereich/41 Klienten aus dem Sonderpflegesatz-Bereich). Gleichzeitig nahmen die Einrichtungen betreuungsintensivere Klienten auf und erweiterten das Angebot an tagesstrukturierenden Maßnahmen.

Leitungskräfte und Mitarbeitende des Sozialwerks St. Georg haben die Umsetzung verschiedener strategischer Projekte fortgesetzt, die zur zukünftigen Diversifikation bzw. Effizienzsteigerung beitragen sollen. Erwartete Stagnationen im stationären Bereich sollen zukünftig ausgeglichen werden können. Es sind insbesondere folgende Projekte zu nenn

Der Verein Sozialwerk St. Georg e. V. beteiligte sich zudem an Projekten der Tochtergesellschaften zur ambulanten Betreuung wie der Ausweitung der Versorgungsangebote psychiatrischer Pflege oder der Schaffung alternativer Wohnformen für Menschen mit Eine Demenz ist ein Defizit in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten, das zu einer Beeinträchtigung sozialer und beruflicher Funktionen führt und meist mit einer diagnostizierbaren Erkrankung des Gehirns einhergeht.
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demenz
iellen und Menschen mit einer gerontopsychiatrischen Erkrankung haben einen altersbedingt im Vordergrund stehenden pflegerischen Unterstützungsbedarf
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gerontopsychiatrisch
en Beeinträchtigungen.

Auch im Jahr 2008 hat das Sozialwerk St. Georg e. V. umfangreich in Neu- und Umbaumaßnahmen investiert. Neben der Steigerung der Wohnqualität ergaben sich hieraus geplante Dezentralisierungseffekte. Auch in neuen Geschäftsfeldern, hier ist insbesondere der Kinderund Jugendbereich zu nennen, hat das Sozialwerk im vergangenen Jahr investiert. Die Gesamtinvestitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf rd. 9,8 Mio. € (Vorjahr rd. 8,4 Mio. €) und betrafen im Wesentlichen Wohnbauprojekte im Rahmen stationärer Betreuung sowie Tagesstruktur.

hoch

Kennzahlen Gesamtkonzern

Die guten Ergebnisse sowohl der Mutter als auch der Tochtergesellschaften der Jahre 2007 und 2008 zeigen die Nachhaltigkeit der Ertragskraft des Gesamtkonzerns auf. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnte er ein stetiges Wachstum (Gesamterträge 107,2 Mio. Euro / Vj. 99,6 Mio. Euro erwirtschaften.

Es ergeben sich folgende zusammengefasste Kennzahlen für den Sozialwerk St. Georg-Konzern im Jahresvergleich:

  2008 (in T€) 2007(in T€)
Umsatzerlöse 97.532 91.118
Gesamterträge 107.245 99.635
Gesamtleistung* 108.254 101.071
Personalaufwand 77.311 70.253
Abschreibungen 4.232 4.379
Jahresüberschuss 2.171 2.160
Anlagevermögen 72.860 66.671
Umlaufvermögen 24.071 23.707
Eigenkapital 24.620 22.449
Langfristiges Fremdkapital 39.517 37.183
Bilanzsumme 97.950 91.374
Eigenkapitalquote 39 % 39 %
Rücklagenquote 23 % 22 %
Verschuldungsgrad 61 % 61 %
Anlagendeckung 107 % 109 %

*Gesamtleistung = Gesamterträge + Erträge aus öffentlicher Förderung von Investitionen + Erträge aus der Auflösung von Sonderposten + Sonstige ordentliche Erträge

Zukünftige Risiken und Chancen, Prognose 2009

Weiteres Wachstum und die grundsätzliche Ausgestaltung der Bewohnerstruktur führt zu einem betreuungsintensiveren Klientel und somit zu höheren Umsatzerlösen, die zwangsläufig mit einem entsprechenden Personalaufbau einhergehen. Hinzu wird es noch zu einem weiteren Aufbau von tagesstrukturierenden Angeboten sowie der Erweiterung des Engagements in der Das Sozialwerk St. Georg stellt auch Angebote im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe bereit.
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Kinder- und Jugendhilfe
kommen. Diese Entwicklung bedeutet vor allem im Bereich „Arbeit und Beschäftigung“ eine gegenüber anderen Anbietern vorteilhafte Angebotsstruktur. In 2009 kann die Kostensteigerung im Personalbereich (vor allem Tariflohnsteigerung) sowie allgemeine Sachkostensteigungen durch eine Vergütungssatzsteigerung aufgefangen werden, sodass in 2009 weitere Aufwendungen für innovative Projekte getätigt werden können, die wiederum erneut zukunftssichernd wirken und Stabilität schaffen sollen.

Die Vergütungssatzsteigerung des Jahres 2009 im Heimbereich führt somit zunächst zu einer wirtschaftlichen „Entspannung“. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Lage muss jedoch zukünftig mit einer weiteren Ressourcenverknappung in den SozialPersönliche Budgets ermöglichen Menschen mit Behinderungen und Erkrankungen mehr Selbstbestimmung
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budget
sgerechnet werden. Eine wesentliche Rolle werden dabei zukünftige Tarifabschlüsse bei kaum steigenden Pflegesätzen spielen, da weiterhin Nachholbedürfnisse artikuliert werden dürften, die jedoch im Gegensatz zum derzeitig vorhandenen mangelnden Wirtschaftswachstum stehen.

Für das Jahr 2009 wird aufgrund der Pflegesatzsteigerung eine wirtschaftlich positive Entwicklung erwartet. Jedoch müssen die vom Sozialwerk in der vergangenen Zeit angestoßenen Projekte und Entwicklungen dazu beitragen, dass die immer deutlicher auftretenden konjunkturellen Schwankungen aufgefangen werden können. Innovation, Effizienz und Schnelligkeit werden daher eine immer größere Rolle auch in der Sozialwirtschaft spielen.

hoch

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2008

Aktiva
  2008 2007
  97.949.784,32 € 91.374.149.43 €
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Software und Lizenzen 137.577,19 € 140.970,53 €
II. Sachanlagen 72.109.875,60 € 65.937.744,93 €
III. Finanzanlagen 612.655,26 € 591.912,72 €
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte 364.315,59 € 289.533,26 €
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.973.520,87 € 5.591.415,42 €
III. Wertpapiere 0,00 € 200.000,00 €
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 17.653.976,88 € 17.534.732,33 €
C. Rechnungsabgrenzungsposten 78.614,79 € 91.490,29 €
D. Treuhandvermögen 1.019.248,14 € 996.349,95 €
Passiva
  2008 2007
  97.949.784,32 € 91.374.149,43 €
A. Eigenkapital 24.619.691,74 € 22.449.072,94 €
B. Sonderposten aus Zuweisungen und Zuschüssen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens 13.551.204,22 € 12.552.937,70 €
C. Sonderposten mit Rücklageanteil 99.538,32 € 114.709,49 €
D. Wertberichtigungen zu Sachanlagen 153.180,00 € 171.705,00 €
E. Rückstellungen 10.355.360,91 € 10.219.311,01 €
F. Verbindlichkeiten 47.869.909,38 € 44.636.904,80 €
G. Rechnungsabgrenzungsposten 281.651,61 € 233.158,54 €
H. Treuhandverbindlichkeiten 1.019.248,14 € 996.349,95 €

Der Konzernjahresabschluss wurde von der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft BPG mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Münster geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Zentraler Pressekontakt

Referat für Presse-/Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising

Stefan Kuster
Tel. 0209 7004-205
s.kuster(at)sozialwerk-st-georg.de

Regina Bruns
Tel. 0209 7004-235
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Geschäftsbericht 2008

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