Sozialwerk St. Georg - das Gesamtunternehmen im Jahr 2008
(Basis: Konzernlagebericht 2008)
Allgemeine Angaben
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns Sozialwerk St. Georg betreuen und pflegen Menschen mit Behinderungen – überwiegend psychisch kranke Menschen – sowohl in stationären als auch in ambulanten Wohnformen. Die Führungsgesellschaft des Konzerns ist der Sozialwerk St. Georg e. V., Gelsenkirchen, auf den das überwiegende Konzerngeschäftsvolumen entfällt. Darüber hinaus unterhält der Konzern als wesentlichen Faktor Werk- und Tagesstätten als teilstationäres Angebot oder als Teil stationärer Hilfen
[Mehr: Klick auf den Begriff]Tagesstätten, die umfangreiche Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen bieten. Weitere Schwerpunkte liegen in der Betreuung von Menschen mit Autismus ist die schwerste aller Entwicklungsstörungen.
[Mehr: Klick auf den Begriff]Autismus und in der Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet.
In den Konzernabschluss einbezogen wurden neben der Muttergesellschaft folgende Tochtergesellschaften:
- Sozialwerk St. Georg Werkstätten: Einrichtungen zur Teilhabe behinderter Menschen
am Arbeitsleben und zur Eingliederung in das Arbeitsleben
[Mehr: Klick auf den Begriff]Werkstätten gGmbH, Gelsenkirchen - Sozialwerk St Georg Bauen und Wohnen GmbH, Schmallenberg
- ALPHA – Allgemeine und psychiatrische Hauskrankenpflege ist die begleitende Unterstützung von Menschen mit psychischen und/oder gerontopsychiatrischen Beeinträchtigungen in der eigenen häuslichen Umgebung
[Mehr: Klick auf den Begriff]Hauskrankenpflege gGmbH, Gelsenkirchen - AUTEA gGmbH Gemeinnütziges Institut für Autismus ist die schwerste aller Entwicklungsstörungen.
[Mehr: Klick auf den Begriff]Autismus – Beratung und Siehe „Erwachsenenbildung“ bzw. „Personalentwicklung“
[Mehr: Klick auf den Begriff]Fortbildung nach dem TEACCH-Modell, Gelsenkirchen - Internat Bad Fredeburg gGmbH, Schmallenberg
- Sozialwerk St. Georg Ruhrgebiet gGmbH – Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen, Gelsenkirchen
- Sozialwerk St. Georg Westfalen-Nord gGmbH – Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen, Ascheberg
- Sozialwerk St. Georg Westfalen-Süd gGmbH – Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen, Schmallenberg
Die drei letztgenannten Gesellschaften führen seit 2005 das operative Geschäft des Ambulant Betreuten Wohnens in den einzelnen regionalen Geschäftsbereichen durch.
Geschäftsverlauf 2008 der Muttergesellschaft
Der Geschäftsverlauf des Jahres 2008 war weiterhin durch die von 2006 bis 2008 geltende Modellvereinbarung mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe geprägt. In dieser war unter anderem eine Absenkung des Vergütungssatzes in Höhe von 1,5 Prozentpunkten (rund 1 Mio. €) sowie eine hohe „Ambulantisierungsquote“ (180 Klientinnen und Klienten innerhalb dieser drei Jahre) im Stammhausbereich vereinbart worden. Dies wirkte sich auch in 2008 auf die Organisations- und somit die Kosten- und Erlösstrukturen des Sozialwerks St. Georg e. V. aus. So konnten im abgelaufenen Jahr 94 (im Vorjahr 97) bisher stationär betreute Klienten in das „Ambulant Betreute Wohnen“ entlassen werden – mit dem Ergebnis, dass die Ziele der Modellvereinbarung übererfüllt werden konnten (von 2006 bis 2008 insgesamt 214 Klienten aus dem allgemeinen Pflegesatz-Bereich/41 Klienten aus dem Sonderpflegesatz-Bereich). Gleichzeitig nahmen die Einrichtungen betreuungsintensivere Klienten auf und erweiterten das Angebot an tagesstrukturierenden Maßnahmen.
Leitungskräfte und Mitarbeitende des Sozialwerks St. Georg haben die Umsetzung verschiedener strategischer Projekte fortgesetzt, die zur zukünftigen Diversifikation bzw. Effizienzsteigerung beitragen sollen. Erwartete Stagnationen im stationären Bereich sollen zukünftig ausgeglichen werden können. Es sind insbesondere folgende Projekte zu nenn
- Entwicklung der stationären Das Sozialwerk St. Georg stellt auch Angebote im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe bereit.
[Mehr: Klick auf den Begriff]Kinder- und Jugendhilfe im Ruhrgebiet sowie in Westfalen-Süd. - Technische Assistenz / Eine Demenz ist ein Defizit in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten, das zu einer Beeinträchtigung sozialer und beruflicher Funktionen führt und meist mit einer diagnostizierbaren Erkrankung des Gehirns einhergeht.
[Mehr: Klick auf den Begriff]Demenzprojekte in Duisburg und Ascheberg - Pflegeeinrichtung für Menschen mit Behinderungen
- Auswahl und teilweise Implementierung einer neuen Betriebssoftware
- Digitale Archivierung
Der Verein Sozialwerk St. Georg e. V. beteiligte sich zudem an Projekten der Tochtergesellschaften zur ambulanten Betreuung wie der Ausweitung der Versorgungsangebote psychiatrischer Pflege oder der Schaffung alternativer Wohnformen für Menschen mit Eine Demenz ist ein Defizit in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten, das zu einer Beeinträchtigung sozialer und beruflicher Funktionen führt und meist mit einer diagnostizierbaren Erkrankung des Gehirns einhergeht.
[Mehr: Klick auf den Begriff]demenziellen und Menschen mit einer gerontopsychiatrischen Erkrankung haben einen altersbedingt im Vordergrund stehenden pflegerischen Unterstützungsbedarf
[Mehr: Klick auf den Begriff]gerontopsychiatrischen Beeinträchtigungen.
Auch im Jahr 2008 hat das Sozialwerk St. Georg e. V. umfangreich in Neu- und Umbaumaßnahmen investiert. Neben der Steigerung der Wohnqualität ergaben sich hieraus geplante Dezentralisierungseffekte. Auch in neuen Geschäftsfeldern, hier ist insbesondere der Kinderund Jugendbereich zu nennen, hat das Sozialwerk im vergangenen Jahr investiert. Die Gesamtinvestitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf rd. 9,8 Mio. € (Vorjahr rd. 8,4 Mio. €) und betrafen im Wesentlichen Wohnbauprojekte im Rahmen stationärer Betreuung sowie Tagesstruktur.
Kennzahlen Gesamtkonzern
Die guten Ergebnisse sowohl der Mutter als auch der Tochtergesellschaften der Jahre 2007 und 2008 zeigen die Nachhaltigkeit der Ertragskraft des Gesamtkonzerns auf. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnte er ein stetiges Wachstum (Gesamterträge 107,2 Mio. Euro / Vj. 99,6 Mio. Euro erwirtschaften.
Es ergeben sich folgende zusammengefasste Kennzahlen für den Sozialwerk St. Georg-Konzern im Jahresvergleich:
| 2008 (in T€) | 2007(in T€) | |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 97.532 | 91.118 |
| Gesamterträge | 107.245 | 99.635 |
| Gesamtleistung* | 108.254 | 101.071 |
| Personalaufwand | 77.311 | 70.253 |
| Abschreibungen | 4.232 | 4.379 |
| Jahresüberschuss | 2.171 | 2.160 |
| Anlagevermögen | 72.860 | 66.671 |
| Umlaufvermögen | 24.071 | 23.707 |
| Eigenkapital | 24.620 | 22.449 |
| Langfristiges Fremdkapital | 39.517 | 37.183 |
| Bilanzsumme | 97.950 | 91.374 |
| Eigenkapitalquote | 39 % | 39 % |
| Rücklagenquote | 23 % | 22 % |
| Verschuldungsgrad | 61 % | 61 % |
| Anlagendeckung | 107 % | 109 % |
*Gesamtleistung = Gesamterträge + Erträge aus öffentlicher Förderung von Investitionen + Erträge aus der Auflösung von Sonderposten + Sonstige ordentliche Erträge
Zukünftige Risiken und Chancen, Prognose 2009
Weiteres Wachstum und die grundsätzliche Ausgestaltung der Bewohnerstruktur führt zu einem betreuungsintensiveren Klientel und somit zu höheren Umsatzerlösen, die zwangsläufig mit einem entsprechenden Personalaufbau einhergehen. Hinzu wird es noch zu einem weiteren Aufbau von tagesstrukturierenden Angeboten sowie der Erweiterung des Engagements in der Das Sozialwerk St. Georg stellt auch Angebote im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe bereit.
[Mehr: Klick auf den Begriff]Kinder- und Jugendhilfe kommen. Diese Entwicklung bedeutet vor allem im Bereich „Arbeit und Beschäftigung“ eine gegenüber anderen Anbietern vorteilhafte Angebotsstruktur. In 2009 kann die Kostensteigerung im Personalbereich (vor allem Tariflohnsteigerung) sowie allgemeine Sachkostensteigungen durch eine Vergütungssatzsteigerung aufgefangen werden, sodass in 2009 weitere Aufwendungen für innovative Projekte getätigt werden können, die wiederum erneut zukunftssichernd wirken und Stabilität schaffen sollen.
Die Vergütungssatzsteigerung des Jahres 2009 im Heimbereich führt somit zunächst zu einer wirtschaftlichen „Entspannung“. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Lage muss jedoch zukünftig mit einer weiteren Ressourcenverknappung in den SozialPersönliche Budgets ermöglichen Menschen mit Behinderungen und
Erkrankungen mehr Selbstbestimmung
[Mehr: Klick auf den Begriff]budgetsgerechnet werden. Eine wesentliche Rolle werden dabei zukünftige Tarifabschlüsse bei kaum steigenden Pflegesätzen spielen, da weiterhin Nachholbedürfnisse artikuliert werden dürften, die jedoch im Gegensatz zum derzeitig vorhandenen mangelnden Wirtschaftswachstum stehen.
Für das Jahr 2009 wird aufgrund der Pflegesatzsteigerung eine wirtschaftlich positive Entwicklung erwartet. Jedoch müssen die vom Sozialwerk in der vergangenen Zeit angestoßenen Projekte und Entwicklungen dazu beitragen, dass die immer deutlicher auftretenden konjunkturellen Schwankungen aufgefangen werden können. Innovation, Effizienz und Schnelligkeit werden daher eine immer größere Rolle auch in der Sozialwirtschaft spielen.
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2008
Aktiva
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| 97.949.784,32 € | 91.374.149.43 € | |
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Software und Lizenzen | 137.577,19 € | 140.970,53 € |
| II. Sachanlagen | 72.109.875,60 € | 65.937.744,93 € |
| III. Finanzanlagen | 612.655,26 € | 591.912,72 € |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | 364.315,59 € | 289.533,26 € |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 5.973.520,87 € | 5.591.415,42 € |
| III. Wertpapiere | 0,00 € | 200.000,00 € |
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 17.653.976,88 € | 17.534.732,33 € |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 78.614,79 € | 91.490,29 € |
| D. Treuhandvermögen | 1.019.248,14 € | 996.349,95 € |
Passiva
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| 97.949.784,32 € | 91.374.149,43 € | |
| A. Eigenkapital | 24.619.691,74 € | 22.449.072,94 € |
| B. Sonderposten aus Zuweisungen und Zuschüssen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens | 13.551.204,22 € | 12.552.937,70 € |
| C. Sonderposten mit Rücklageanteil | 99.538,32 € | 114.709,49 € |
| D. Wertberichtigungen zu Sachanlagen | 153.180,00 € | 171.705,00 € |
| E. Rückstellungen | 10.355.360,91 € | 10.219.311,01 € |
| F. Verbindlichkeiten | 47.869.909,38 € | 44.636.904,80 € |
| G. Rechnungsabgrenzungsposten | 281.651,61 € | 233.158,54 € |
| H. Treuhandverbindlichkeiten | 1.019.248,14 € | 996.349,95 € |
Der Konzernjahresabschluss wurde von der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft BPG mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Münster geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.








