Sozialwerk St. Georg

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Unternehmensentwicklung

Zahlen, Daten, Fakten – das Wirtschaftsjahr 2011

Allgemeine Angaben

Das Gesamtunternehmen Sozialwerk St. Georg mit Konzernsitz in Gelsenkirchen hat im Jahr 2011 in über 4.200 Betreuungsverhältnissen rund 3.700 Menschen mit Assistenzbedarf erreicht. Die rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützten in 53 Einrichtungen, 312 Außenwohnungen – in denen rund 680 Klienten wohnen – und rund 32 ambulanten Anlaufstellen sowie darüber hinaus rund 1.100 Fälle im Betreuten Wohnen in ganz Nordrhein-Westfalen Klienten im Rahmen stationärer und ambulanter Angebote in den Bereichen Wohnen und Leben, Arbeit und Teilhabe durch Arbeit und Beschäftigung – ein Leitbegriff im Sozialwerk St. Georg
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Beschäftigung
, Alltag und Freizeit.

Die unterschiedlichen regionalen Dienstleistungen und Spartenangebote erbringt die Führungsgesellschaft des Konzerns, der Sozialwerk St. Georg e. V., durch stationäre Wohnangebote, die das überwiegende Gesamtgeschäftsvolumen ausmachen, und seine Tochtergesellschaften (in Klammern die Höhe der Gesellschaftsanteile des e. V.):

Geschäftsverlauf 2011

Wesentliche Bestimmungsfaktoren für das Ergebnis des Geschäftsjahres waren die 1,0-prozentige Anhebung der Grund- und Maßnahmenpauschale für die stationären Wohnangebote sowie eine Tariflohnsteigerung von 0,6 % zum Januar 2011 und zum August 2011 um nochmals 0,5 %. Darüber hinaus erhielten die Mitarbeitenden eine tarifliche Einmalzahlung von 240 €. Des Weiteren erfolgte eine Änderung, dass rückwirkend zum 1. Januar 2011 Zeitzuschläge für Bereitschaftsdienste (zusätzliche Tarifsteigerung von ca. 0,6 %) zu entrichtet waren, die bisher nicht im Pflegesatz berücksichtigt sind.

Die weiterhin positive Konjunkturentwicklung der Wirtschaft wirkt sich auch positiv auf den Bereich Arbeit und Teilhabe durch Arbeit und Beschäftigung – ein Leitbegriff im Sozialwerk St. Georg
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Beschäftigung
aus. So konnte die Sozialwerk St. Georg Werkstätten: Einrichtungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben und zur Eingliederung in das Arbeitsleben
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Werkstätte
n gGmbH ihre Umsatzerlöse um 2,25 % auf rund 13 Mio. € steigern. Die Umsatzerlöse aus Lohn- und Dienstaufträgen blieben zum Vorjahr nahezu unverändert.

Die Umsatzerlöse des Konzerns stiegen von rund 112 Mio. € in 2010 auf rund 116,5 Mio. € im Jahr 2011. Neben dem Anstieg der Vergütungen war insbesondere eine positive allgemeine Belegungsentwicklung im Wohnbereich in Verbindung mit einem Ausbau tagesstrukturierender Angebote und einem fortgesetzten Wachstum der ambulanten Leistungen hierfür bestimmend.

hoch
Belegungsentwicklung-stationaerer-Bereich
Belegung im Heimbereich bis zum 31.12.2011 (Prozentuale Veränderung gegenüber dem Vorjahr)

Die drei Tochtergesellschaften Sozialwerk St. Georg Westfalen-Nord gGmbH, Westfalen-Süd gGmbH und Ruhrgebiet gGmbH, zuständig für die regionalen Angebote des Betreuten Wohnens, konnten ihre Klientenzahlen von 445 in 2006 auf 1.077 zum 31.12.2011 steigern. Gegenüber dem Vorjahr ist ein prozentueller Anstieg von 13,6 % zu verzeichnen.

Fallzahlenentwicklung-ambulanter-Bereich
Klienten im Bereich Betreutes Wohnen** bis zum 31.12.2011 (Prozentuale Veränderung gegenüber dem Vorjahr)

Die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns versetzte das Unternehmen in die Lage, auch im Jahr 2011 ein erhebliches Investitionsvolumen in Höhe von insgesamt rund 7 Mio. € umzusetzen. Hierdurch ist es möglich, auch in Zukunft bedarfsgerechte Angebote zu gestalten. Unsere langjährigen Partner – die AKTION MENSCH, die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, das Land NRW, der Kreis Siegen-Wittgenstein und die Bundesagentur für Arbeit – unterstützten uns im vergangenen Wirtschaftsjahr mit einem Gesamtvolumen von rund 2,9 Mio. €.

Foerdermittel
(Zugänge an Investitions- und Personalkostenzuschüssen/Landesmitteln)

Daraus ergeben sich zum 31.12.2011 Gesamter träge des Konzerns von rund 129 Mio. €.

Neben der tarifbedingten Lohn- und Gehaltssteigerung führte eine gestiegene Mitarbeiterzahl, die auch aufgrund der Anforderungen eines zunehmend betreuungsintensiveren Klientels erhöht wurde, zu einem Anstieg der Personalkosten um rund 3 Mio. € auf rund 91 Mio. €, dies entspricht etwa 71 % der Gesamtkonzernerträge. Der Jahresüberschuss im Konzern beträgt rund 1,3 Mio. in 2011, nach rund 2,1 Mio. € im Vorjahr.

hoch
Kennzahlen-Gewinn-Verlust
(Konzern)

Insgesamt weist der Konzern zum 31.12.2011 eine Bilanzsumme von rund 112 Mio. € (Vorjahr rund 105 Mio. €) aus, was einer Steigerung von 6,4 % entspricht.

Kennzahlen-Bilanz
(Konzern)

Die guten Ergebnisse sowohl der Muttergesellschaft Sozialwerk St. Georg e. V. als auch der Tochtergesellschaften belegen die Nachhaltigkeit der Ertragskraft des Gesamtkonzerns. Trotz teilweise schwieriger Rahmenbedingungen konnte wie im Vorjahr ein positives Ergebnis erwirtschaftet werden.

Entwicklung-Umsatzerloese
Umsatzerlöse pro Fall 1996 bis 2011, Heime und Betreutes Wohnen
Zukünftige Risiken und Chancen, Prognose

Der Umstand steigender Fallzahlen bei gleichzeitig nicht vollständig durch Pflegesätze refinanzierter Kostenentwicklungen vor allem im Personalbereich führt aber auch zu nach wie vor sinkenden Erlösen pro Fall. Dieser ungebrochene Trend der vergangenen Jahre, der durch den nach wie vor stark wachsenden Anteil ambulanter Dienstleistungen erheblich verstärkt wird, wird sich auch in der Zukunft fortsetzen und einerseits die Kostenträger entlasten und anderseits die Innovationskraft des Sozialwerks fordern.

In 2012 und den Folgejahren erwartet das Sozialwerk weiterhin ein stabiles Wachstum, das allerdings von einer zunehmend deutlichen Veränderung der Rahmenbedingungen im sozialen Sektor begleitet wird. Während demografischer und gesellschaftlicher Wandel auch unverändert steigende Fallzahlen erwarten lassen, stellen gesamtwirtschaftlich immer schwierigere Rahmenbedingungen wie etwa Staatenkrisen und extreme Konjunkturschwankungen ein grundsätzliches Unsicherheitspotenzial für Staatshaushalte dar.

Trotz derzeit noch sehr guter wirtschaftlicher Lage in Deutschland zeichnet sich in nahezu allen bisher führenden Industrienationen keine weitere breite konjunkturelle Erholung ab. Dies lässt erwarten, dass sich die Spielräume der öffentlichen Haushalte weiterhin verengen und sich folglich auch auf die Finanzierung des sozialen Sektors auswirken werden.

Mehr und betreuungsintensiveres Klientel wird eine Herausforderung an Personalgewinnung und -qualifikation bedeuten. Die Chancen des Sozialwerks liegen daher im weiteren Ausbau sowie der Entwicklung innovativer, sozialer Dienstleistungen, die die Teilhabe – ein Leitbegriff im Sozialwerk St. Georg
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Teilhabe
und Selbstbestimmung unserer Klienten im Sinne einer gelungenen aktiven Teilhabe – ein Leitbegriff im Sozialwerk St. Georg
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Teilhabe
in der Gesellschaft unterstützen.

In Zeiten knapper öffentlicher Kassen sind Spenden von Privatpersonen und Unternehmen stets willkommen, um wünschenswerte und hilfreiche Projekte und Maßnahmen zu finanzieren und so die Menschen mit Behinderung zusätzlich in ihrem Bestreben nach aktiver gesellschaftlicher Teilhabe – ein Leitbegriff im Sozialwerk St. Georg
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Teilhabe
zu stärken.

Spendeneingaenge
(Konzern)

Sämtliche Spenden wurden sowohl im Sozialwerk St. Georg e. V. als auch in der Stiftung Sozialwerk St. Georg zeitnah für die jeweiligen satzungsmäßigen Zwecke eingesetzt.