Sozialwerk St. Georg

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Über 60 Jahre im Dienste der Menschen

Die Unternehmensgeschichte des Sozialwerks St. Georg

Am 13. Juni 1952 gründeten zwei geistliche und acht Laien der katholischen Pfarrei St. Barbara im Gelsenkirchener Stadtteil Buer-Erle den Jugendwohnheim-Verein-Erle“. Initiator für diese Vereinsgründung war seinerzeit Kaplan Joseph Schürig. Der Verein setzte sich zur Aufgabe „ledigen Bergleuten von 18 bis 25 Jahren aus dem Geiste christlicher Hilfsbereitschaft ein Heim zu schaffen und zu erhalten, in dem sie Unterkunft und Verpflegung erhalten.“

Das erste Wohnheime erbringen vielfältige individuelle Hilfen in den Lebensbereichen Wohnen und Tagesstrukturierung
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Wohnheim
an der Borgswiese erhielt den Namen „Wohnheim St. Georg“, wohl zur Abgrenzung gegen die evangelischen Heime Friedrichsruh und Wichernhaus. Nach Abschluss eines Belegungsvertrages mit dem Bergwerk Graf Bismarck war dieses Wohnheime erbringen vielfältige individuelle Hilfen in den Lebensbereichen Wohnen und Tagesstrukturierung
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Wohnheim
kurz nach seiner Eröffnung mit 69 Plätzen voll belegt. Zwischen 1954 und 1964 wurden insgesamt rund 4.300 Personen aus 25 Nationen beherbergt.

Erstes Wohnheim für Menschen mit Behinderung

Ein jähes Ende setzte dann die Bergbaukrise des Jahres 1966. Infolge der Stilllegung der Schachtanlagen musste die Zeche Graf Bismarck den Vertrag über die Belegung des Knappenheims St. Georg kündigen. Nachdem andere Verhandlungen über eine künftige Nutzung ergebnislos geblieben waren, wurde Verbindung zum Landschaftsverband Westfalen-Lippe aufgenommen, der Heime suchte, um die immer größer werdenden Probleme der Landeskrankenhäuser zu lösen, in denen die Zahl der reinen Pflegefälle stetig anwuchs und wegen der hohen Auslastung Bettensäle zum Alltag gehörten. Ergebnis: bereits im März wurden die ersten Patienten in der Borgswiese untergebracht. Dies war der Start zu einem überaus raschen Wachstum, denn bereits im September 1967 gab es in Gelsenkirchen elf Heime mit 720 Patienten.

Der Landschaftsverband unterstützte und forcierte die Ausweitung über die Stadtgrenzen von Gelsenkirchen hinaus mit dem Ergebnis, dass Ende 1969 die Standorte Oberkirchen, Lippborg und Ascheberg bereits fest standen.
Zukunftsweisend war dann ein Beschluss der Generalversammlung, dem Verein ab 1.10.1970 einen neuen Namen zu geben, nämlich „Sozialwerk St. Georg e. V.“, und in § 2 der neuen Satzung festzulegen, dass „der Verein hilfsbedürftigen Menschen die erforderliche Betreuung und Pflege angedeihen lassen will, z. B. durch die Errichtung bzw. Unterhaltung von Alten-, Pflege- und Krankenheimen.“ Zudem erfolgte die Aufnahme als korporatives Mitglied des Caritasverbandes Gelsenkirchen.

Entwicklung in der Krise

Vor dem Hintergrund der Bettensaalverhältnisse der Landeskrankenhäuser wuchs das Sozialwerk in kürzester Zeit auf 34 Heime mit etwa 2.600 Plätzen. Aufgrund ihrer „Notsituation“ drängten die Landeskrankenhäuser zu diesem Wachstum. Das „Unternehmensziel“ zu jener Zeit lässt sich wie folgt beschreiben: Grundversorgung für möglichst viele behinderte Menschen zu möglichst günstigen Preisen.

Die Jahre 1977 bis 1984 waren durch erhebliche Turbulenzen gekennzeichnet, die durch wirtschaftskriminelle Verfehlungen der Führung ausgelöst wurden. In diesem Fahrwasser wurde das Sozialwerk jedoch spätestens in den 1970er Jahren von den Weiterentwicklungen der Behindertenhilfe an anderer Stelle fachlich abgehängt.

Jahre der Reformen - auf dem Weg zum sozialen Dienstleistungsunternehmen

Das Jahr 1985 wurde zum Jahr des Neubeginns: die „innere“ Umstrukturierung des Sozialwerks von einer eher auf Verwahrung ausgerichteten Psychiatrieeinrichtung alten Stils hin zum Aufbau eines differenzierten, bedarfsgerechten und auf Förderung der Menschen ausgerichteten Betreuungsangebotes wurde eingeleitet. Hierzu gehörte ein Bündel von Maßnahmen: Belegungsabbau mit dem Ziel der Verbesserung der Lebensqualität, Personalumschichtungen, Einstellungen von Fachpersonal und Qualifizierung des vorhandenen Personals oder die Öffnung nach außen. Neben die Begleitung im Wohnbereich traten Angebote für Arbeit, Teilhabe durch Arbeit und Beschäftigung – ein Leitbegriff im Sozialwerk St. Georg
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Beschäftigung
und Freizeitgestaltung.

Die Regionalisierung, die ab 1988 mit dem Abbau zentraler Versorgungsstrukturen zugunsten dezentraler Verantwortung vorangebracht wurde, trug im Wesentlichen zu einer Verselbstständigung auch der einzelnen Wohnheime erbringen vielfältige individuelle Hilfen in den Lebensbereichen Wohnen und Tagesstrukturierung
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Wohnheim
e bei, die sich entsprechend der örtlichen Bedarfslagen entwickeln und orientieren konnten. Bis Anfang der 1990er Jahre wurde so schrittweise mit hohem Engagement aller Beteiligten ein grundlegender Wandel der Lebensverhältnisse und Betreuungsbedingungen vollzogen. So hat sich das Sozialwerk St. Georg seit Mitte der 1980er Jahre zu einem landesweit anerkannten Träger der Eingliederungshilfe entwickelt.

Für die Zukunft gut gerüstet: mit vielfältigen Dienstleistungen für Menschen mit Assistenzbedarf - für eine gute Qualität des Lebens

In den 1990er Jahren bis heute hat das Sozialwerk St. Georg die Grundgedanken seines Reformprozesses konsequent weiterverfolgt und neue Tendenzen in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung aufgenommen und eigenständig weiterentwickelt. Im Rahmen der leistungsrechtlich bestehenden Finanzierungsmöglichkeiten wurden die Wohn- und Lebensverhältnisse der in den einzelnen Einrichtungen und Diensten unterstützten Menschen an den einzelnen Standorten kontinuierlich verbessert. Neue Einrichtungen mit innovativen baulichen und inhaltlichen Konzepten bieten seitdem Menschen mit besonderem Assistenzbedarf Unterstützung an: zum Beispiel Menschen mit Autismus ist die schwerste aller Entwicklungsstörungen.
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Autismus
, Unter einer Mehrfachbehinderung versteht man das gleichzeitige Vorhandensein mehrerer Behinderungstypen, z. B. das gemeinsame Vorliegen einer Körperbehinderung und einer kognitiven Behinderung
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Mehrfachbehinderung
en, chronischen Suchterkrankungen, Eine Psychose bezeichnet eine Gruppe schwerer psychischer Störungen, die mit einem zeitweiligen weitgehenden Verlust des Realitätsbezugs einhergehen
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Psychose
und Sucht, Lernbehinderung wird zu den Entwicklungsstörungen gerechnet und auch als leichte geistige Behinderung bezeichnet.
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Lernbehinderung
und sozial auffälligem Vergalten, Pflegebedarf, Eine Demenz ist ein Defizit in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten, das zu einer Beeinträchtigung sozialer und beruflicher Funktionen führt und meist mit einer diagnostizierbaren Erkrankung des Gehirns einhergeht.
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Demenz
erkrankung oder jungen Menschen mit Mit Essstörung bezeichnet man eine Verhaltensstörung mit meist ernsthaften und langfristigen Gesundheitsschäden.
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Essstörung
en oder Aufmerksamkeits-Defizitsyndrom ohne (ADS) oder mit Hyperaktivität (ADHS)
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AD(H)S
(Aufmerksamkeits-Defizitsyndrom mit oder ohne Aufmerksamkeits-Defizitsyndrom ohne (ADS) oder mit Hyperaktivität (ADHS)
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Hyperaktiv
ität). Und das Sozialwerk St. Georg öffnet sich für weitere Gruppen mit Assistenzbedarf und erweitert sein Unterstützungsangebot stetig.

Der verstärkte Ausbau ambulanter Angebote führte 2005 zur Gründung von gemeinnützigen Tochtergesellschaften im Ruhrgebiet, in Westfalen-Nord und Westfalen-Süd, die das operative Geschäft des Ambulant Betreuten Wohnens in den einzelnen regionalen Geschäftsbereichen durchführen, das heute rund 700 Menschen nutzen. Die Weiterentwicklung des Sozialwerks von der reinen „Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen“ hin zur Öffnung für weitere Zielgruppen der unternehmerischen Aktivität des Sozialwerks St. Georg
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Zielgruppe
n drückt sich seit 2008 in der Firmierung der Tochtergesellschaften umfassend aus: Das Sozialwerk bietet "Dienstleistungen für Menschen mit Assistenzbedarf". 

Heute begleiten und unterstützen rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vollzeit- und Teilzeitkräfte sowie Zivildienstleistende) in insgesamt rund 4.500 Assistenzverhältnissen rund 4.000 einzelne Klientinnen und Klienten - ambulant, teilstationär oder stationär in 52 stationären Einrichtungsverbünden und 29 ambulanten Anlaufstellen des Sozialwerks und seiner Tochtergesellschaften. Dabei wohnen die Menschen entweder alleine, als Paar oder in Gruppen. Rund 90 Prozent der Klientinnen und Klienten verfügen über einen so genannten „Zweiten Lebensraum“ in externen Tagesstrukturen, Werkstätten: Einrichtungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben und zur Eingliederung in das Arbeitsleben
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Werkstätte
n oder ähnlichen Angeboten. Durchlässige Strukturen bieten Unterstützung nach dem Motto: Soviel Unterstützung wie nötig, soviel Selbstständigkeit wie möglich.

Von der Pflege und Verwahrung über die Förderung und Normalisierung zur individuellen Unterstützung und Hilfe zur Selbsthilfe im Sinne des 2012 eingeführten Assistenzkonzepts "Qualität des Lebens" – die Geschichte des Sozialwerks St. Georg ist gleichzeitig weitere Verpflichtung zur ständigen Verbesserung der Arbeit. Ein umfassendes Qualitätsmanagement-System sichert dabei die Qualität der Dienstleistungsangebote - unter dem Gemeinsam. Anders. Stark.
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Leitmotiv
:

Sozialwerk St. Georg: Gemeinsam. Anders. Stark.

Zentraler Pressekontakt

Referat für Presse-/Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising

Stefan Kuster
Tel. 0209 7004-205
s.kuster(at)sozialwerk-st-georg.de

Regina Bruns
Tel.: 0209 7004-235
r.bruns(at)sozialwerk-st-georg.de

Geschäftsbericht 2013

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