Sozialwerk St. Georg

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"Eine wunderbare Erfahrung"

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Heidi Czapp erlebt im Tierheim, was es bedeutet, gebraucht zu werden

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Um ihr soziales Engagement macht sie nicht viel Aufhebens: Wenn Heidi Czapp von ihrem sozialen Engagement berichtet, klingt es so, als wäre es das Normalste auf der Welt, dreimal in der Woche – mittwochs und am Wochenende – unentgeltlich im Tierheim zu helfen. Auch wenn sie erzählt, wie es dazu kam, dass sie zur Katzenpflegerin beim Tierschutzverein in Gelsenkirchen wurde, klingt das alles ganz logisch: „Ich war ziemlich krank, aber als es mir dann besser ging, konnte und wollte ich etwas tun.“

Die 70-jährige Rentnerin spricht hier von ihrer Depressive Störungen sind eine Form der psychischen Erkrankungen, oft durch wiederkehrende Niedergeschlagenheit gekennzeichnet
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Depression
wegen der sie seit sieben Jahren täglich die Tagesstätten als teilstationäres Angebot oder als Teil stationärer Hilfen
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Tagesstätte
in Gelsenkirchen-Süd besucht. Seit einigen Jahren geht es ihr aber durchgehend gut. 2009 fühlte sie sich dann stabil genug und wollte andere unterstützen. An den Tierschutz hatte sie da zunächst gar nicht gedacht. Diese Idee entstand erst im Gespräch mit den Mitarbeitenden der Gelsenkirchener Teilhabeförderung durch ein qualifiziertes Ehrenamt – ein Leitbegriff im Sozialwerk St. Georg
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Ehrenamt
sagentur, die sie zu Rate zog. „Mir war wichtig, dass ich irgendwo helfe, wo ich gebraucht werde und im Tierheim, so erklärte man mir, werden immer dringend Leute gesucht. In dieser Arbeit sah ich einen Sinn.“

Bereits seit vier Jahren kümmert sich Heidi Czapp dort nun um die Katzen. Sobald sie ins Katzenhaus kommt, werden die Vierbeiner zunächst von ihr begrüßt und dann gefüttert. Anschließend reinigt sie die Katzenklos und die Gehege, in denen es je nach Spielfreude der Katzen auch manchmal drunter und drüber gehen könne, wie die Teilhabeförderung durch ein qualifiziertes Ehrenamt – ein Leitbegriff im Sozialwerk St. Georg
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ehrenamt
liche Pflegerin bestätigt. Zum Schluss nimmt sie sich noch Zeit und beschäftigt sich mit den Tieren. Etwa drei bis vier Stunden ist die Rentnerin mit diesen Aufgaben in Gelsenkirchen-Erle beschäftigt.

Mit Leib und Seele
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Nach einer kurzen Einweisungszeit konnte Heidi Czapp die Katzenpflege schnell selbstständig wahrnehmen und entlastet somit die Mitarbeitenden vor Ort. Aus Dankbarkeit überreichten diese der Teilhabeförderung durch ein qualifiziertes Ehrenamt – ein Leitbegriff im Sozialwerk St. Georg
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Ehrenamt
lerin zu ihrem 70. Geburtstag in diesem Jahr einen Riesengeschenkkorb. Obwohl sie sich riesig darüber gefreut hat, ist es ihr wichtig, zu betonen, dass sie selbstverständlich nicht die einzige Teilhabeförderung durch ein qualifiziertes Ehrenamt – ein Leitbegriff im Sozialwerk St. Georg
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Ehrenamt
liche sei, die das Tierheim unterstütze, und auch die anderen Helferinnen und Helfer beispielsweise bei Weihnachtsfeiern reichlich belohnt würden.

Und natürlich ist diese Anerkennung nicht der Hauptgrund, warum Heidi Czapp die Arbeit im Tierheim so viel Spaß macht, die sie auch nach vier Jahren noch immer mit Leib und Seele erledigt: „Es ist eine wunderbare Erfahrung, anderen helfen zu können. Das ist ein wirklich schönes Gefühl“, erklärt die Rentnerin. Darüber hinaus, so deutet sie an, festige sie dieses Gebrauchtwerden emotional.

Auch außerhalb ihrer Zeit im Tierheim widmet sie sich mittlerweile einem Haustier. Damit es schließlich dazu kam, bedurfte es allerdings eines kleinen Anschubs, berichtet Heidi Czapp: „Ich glaube, das war ein Trick der Tierheimmitarbeiterin. Ich hatte immer den Wunsch, eine eigene Katze zu haben, aber habe mich nie getraut. Dann hat die Mitarbeiterin gefragt, ob ich Emily, eine ziemlich kranke Katze aus dem Tierheim mit Nierenproblemen, nicht kurzzeitig zur Pflege nehmen könnte. Sie wusste wohl, dass ich Emily danach nicht wieder hergeben würde.“ Das ist drei Jahre her und tatsächlich haben sich die beiden dann so aneinander gewöhnt, dass die Katze immer noch bei ihr wohnt. Emily ist jetzt eine acht Jahre alte, gesunde Katze und wird hoffentlich, so die Tierliebhaberin, mindestens 20 Jahre alt.

Als Fazit aus ihren Erfahrungen mit ihrem freiwilligen Engagement sieht Heidi Czapp nur Positives: „So ein Teilhabeförderung durch ein qualifiziertes Ehrenamt – ein Leitbegriff im Sozialwerk St. Georg
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Ehrenamt
kann ich jedem nur empfehlen. Vielleicht werde ich sogar noch ein weiteres ausüben, wenn ich nicht mehr zur Tagesstätten als teilstationäres Angebot oder als Teil stationärer Hilfen
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Tagesstätte
gehe.“ Sie würde sich dann auch gerne in einem Bereich nützlich machen, in dem sie mehr Kontakt zu Menschen hat und diese unterstützen kann. Vielleicht sogar in einem Hospiz. Das wäre eine Herausforderung für sie, die sie gerne annehmen würde, so die Überlegung von Heidi Czapp.

Autorin: Miriam Chávez Lambers, Freie EinBlick-Mitarbeiterin