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Michael P. (23 J.) findet nach Erkrankung beim Sozialwerk St. Georg wieder einen Ausbildungsplatz

Foto Michael P. 002
„Der richtige Mann am richtigen Ort“

Durch eine Erkrankung muss Michael P. seine Ausbildung zum Verkaufshelfer abbrechen. „Unser Laden“ in Wilnsdorf-Anzhausen im Kreis Siegen-Wittgenstein bietet ihm eine neue Zukunftsperspektive.

Der gut sortierte Dorfladen wird vom Sozialwerk St. Georg betrieben und bietet zum Einen Menschen mit Assistenzbedarf einen Arbeitsplatz außerhalb der Werkstätten: Einrichtungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben und zur Eingliederung in das Arbeitsleben
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Werkstätte
n für behinderte Menschen, zum Anderen versorgt er die Dorfbewohner mit allen Dingen des täglichen Bedarfs.

In einem mehrwöchigen Praktikum stellt sich heraus, dass Herr P. gerne im Dorfladen weiterarbeiten möchte und dass er gute Voraussetzungen mitgebracht und entwickelt hat, um auch seine Ausbildung wieder aufnehmen zu können. – Damit wäre er der erste Auszubildende in „Unserem Laden“!
Nach vielen Gesprächen und Wegen zur Industrie- und Handelakammer, der zuständigen Berufschule in Olpe und der „ARGE“ kann Herrn P. zum 1. August 2009 ein Ausbildungsvertrag zum Verkaufshelfer angeboten werden. Trotz Ferienzeit haben alle Beteiligten das Vorhaben fantastisch unterstützt, wofür wir uns herzlich bedanken!
Im nächsten Jahr wird Herr P. seine Prüfung vor der IHK ablegen und damit für den ersten Arbeitsmarkt qualifiziert sein. Die ihn kennen, trauen ihm auch die Ausbildung zum Verkäufer zu, die er auf Wunsch nahtlos anschließen kann.

Mitarbeiter: „Lieber Herr P., vielen Dank erstmal, dass Sie uns Ihre Geschichte erzählen! Seit wann haben Sie denn Kontakt zu Mitarbeitern des Sozialwerks St. Georg?“
Herr P.: „Also, dieses Jahr im Mai, ja, hab’ ich den ersten Kontakt gehabt. Ja, verlief ziemlich positiv. Hab’ auch nette Leute kennengelernt, Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter. Hab’ mir dann so überlegt, ja, versuchst das  mal, probierst das mal aus. Und, ja, hat eben gut geklappt, bis jetzt (lacht).
Mitarbeiter: „Und was hat Sie hierher geführt, wie war die Situation damals?“
Herr P.: „Ich hab’ angefangen beim Christlichen Jugenddorf in Olpe, hab’ mit der Ausbildung angefangen, wegen ’nem Zwischenfall wurd’ ich krank, musste ins Krankenhaus und hab’ dann über meinen Betreuer eben gehört, dass man hier auch Auszubildende sucht. Und hab’ mir dann überlegt nach ’ner gewissen Zeit eben, ja, probierst das mal aus, gehst mal hier hin und, ja, sind dann eben zusammen hierhin gekommen, haben ein Gespräch geführt und dann hat das dann eben hier angefangen.“
Mitarbeiter: „Das heißt die erste Ausbildung mussten Sie abbrechen, weil Sie zwischendurch krank geworden sind - und dann war die Frage, wie geht’s jetzt weiter.“
Herr P.: „Ähm ja, klar, hab’ dann eben hier gesehen, dass ich eben hier mehr lernen kann. Wesentlich mehr wie ich damals gelernt habe. Wie man hier im wirklichen Leben arbeitet, was man auch hier macht, das hat’s ja in Olpe alles nicht gehabt. Da haben wir nur ein paar Sachen eben gemacht. Ja.“
Mitarbeiter: „Meinen Sie, weil das hier ein richtiger Laden ist, wo Leute aus dem Dorf einkaufen, oder wie meinen Sie das?“
Herr P.: „Ja was man eben als Arbeit auch bezeichnen kann: Eben echte Bestellungen machen, eben Getränke und so was, auch mit den Kunden, wie man hier auch umgeht, das hatt’ ich ja früher gar nicht gehabt.“
Mitarbeiter: „Das heißt, das ist mehr ’ne Schule gewesen, wo Sie…“
Herr P.: „Ja, da haben wir ja nur eben einzelne Sachen immer gemacht, bei uns im Laden innen drin. Mit unseren eigenen Mitarbeitern als Kunden dann eben, aber jetzt so im Laden gearbeitet oder so - eher nicht.
Mitarbeiter: „Macht Ihnen das Spaß hier, mit den Kunden zu arbeiten und die Bestellungen zu machen?“
Herr P.: „Ja, auf jeden Fall (grinst)….schon ziemlich positiv, also, mit den Kunden hier umzugehen, sind auch nette Leute hier in der Umgebung – hab jede Menge Spaß.“ (lacht)
Mitarbeiter: „Das ist schön! Okay…was haben sich denn jetzt für Möglichkeiten für Sie  ergeben?“
Herr P.: „Ja dass ich eben, wenn ich jetzt hier meine Ausbildung beendet habe, dass ich die Chance habe, auch hier länger zu arbeiten, mit dem St. Georgswerk zusammen. Hm, ja, die Bereitschaft, dann eben zu kommen, öfters mal zu arbeiten, mal auch in anderen Läden zu arbeiten. Wir eröffnen ja auch noch andere Läden in der Umgebung und eben auch da mal meine Erfahrungen zu sammeln. Und eben dann, ja, für ’ne gewisse Zeit hier Mitarbeiter zu werden, zu arbeiten.“
Mitarbeiter: „Können Sie sich vorstellen, später mal auch in anderen Läden – die nicht vom Sozialwerk sind – zu arbeiten?“
Herr P.: „Jetzt in einer gewissen Zeit nicht, also, in der nächsten Zeit nicht. Jaaah, kann sein, dass sich das vielleicht noch ändert, jetzt aber in den nächsten… - denke mal - Jahren oder so, würde ich das eher nicht behaupten.“
Mitarbeiter: „Ja okay. Wäre ja schön, wenn das klappen könnte, wenn Sie sich überall bewerben und arbeiten können.“
Herr P.: „Ja nöh, aber erstmal den Abschluss kriegen, den man braucht, und eben das nötige Wissen dazu haben.“
Mitarbeiter: „Glauben Sie, dass die Mitarbeiter Sie auf dem weiteren Weg auch weiter unterstützen werden?“
Herr P.: „Denke mal ja. Also im Moment auf jeden Fall: Ja! Also, die helfen mir, soweit die es können, versuchen mir auch bei den verschiedenen Dingen eben beizubringen, was man da besser machen kann, was man hier besser machen kann. Ich denk’ mal: Auf alle Fälle!“
Mitarbeiter: „Das freut mich. Herr P., ich danke Ihnen für das Gespräch und wünsche Ihnen alles Gute und dass Ihre Wünsche in Erfüllung gehen.“
Herr P.: „Ja da bedank’ ich mich auch! (grinst) Dankeschön.“

Autorin und Gesprächsführung: Ute Bauder, Fachreferentin, Geschäftsbereich Westfalen-Süd