Sozialwerk St. Georg // Jahresbericht 2016

Perspektive 2017+

„Zukunft im Blick“, so lautete die Schlagzeile im EinBlick zum Fachtag „Qualität des Lebens 2.0“ im März 2016 im Schacht Bismarck in Gelsenkirchen (EinBlick 2/2016, S. 22).

Innovativ bleiben, sich nicht auf Erreichtem ausruhen, Netzwerke innerhalb des Sozialraums entwickeln – das sind nur einige der Impulse, die das international besetzte Forum zur Qualität des Lebens setzte, unter ihnen die Wissenschaftler Robert L. Schalock (USA) und Prof. Jos van Loon (NL). Dies und mehr bleibt auf der Agenda für das Sozialwerk für 2017 ff., auch mit Blick auf das Folgende:

DIE aktuelle wie künftige Herausforderung für das Sozialwerk St. Georg wie für alle Träger der Eingliederungshilfe ist das im Dezember 2016 beschlossene und zum Jahreswechsel in Kraft getretene Bundesteilhabegesetz (BTHG), das die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung in deutsches Recht umsetzt. Aus heutiger Sicht ergeben sich daraus insbesondere die folgenden vier zentralen Handlungsfelder: erstens ein modernes Teilhaberecht, zweitens ein „Leistungsmix“ aus „Assistenz und Pflege im Gleichgewicht“ (EinBlick 4/2016, S. 24), drittens die Stärkung von Arbeit und Qualifizierung und viertens die Neuordnung der Finanzierungsströme und Leistungsverhältnisse. 

Kurzum: Es geht beim BTHG um ein Umdenken, um einen Systemwechsel, um „Leistungen aus einer Hand“. Das Sozialwerk hat sich hier bereits seit langem fachlich, inhaltlich und organisatorisch auf den Weg gemacht (EinBlick 1/2017, S. 20)

Beispiel: „Wissen, was wirkt“: Das Thema „Wirkung“ rückt durch die Veränderungen des Bundesteilhabegesetzes auch für das Sozialwerk noch mehr in den Fokus. Dahinter steht heute und in Zukunft die Frage, welchen konkreten Nutzen die erbrachten Leistungen für die Klientinnen und Klienten haben. „Wirkungsorientiertes Controlling“, das die Wirkung der sozialen Dienstleistung messbar macht, ist die Antwort des Sozialwerks darauf (EinBlick 4/2016, S. 17).

„Auf die Zukunft, fertig, los!“: Mit diesem Schwerpunkt unserer Hauszeitschrift „EinBlick“ zum Thema „Arbeitgeber-Marke“ (EinBlick 3/2016) haben wir eine der weiteren Herausforderungen der Zukunft beschrieben: Wie sich das Sozialwerk als attraktiver Arbeitgeber auf dem Bewerbermarkt, der es in Zeiten des Fachkräftemangels in Teilen heute schon ist, behauptet. Zum Beispiel beim gerade genannten Thema Pflege, wo qualifiziertes Personal für die neuen bzw. noch zu gründenden Ambulanten Pflegedienste gesucht wird.

Weiterhin werden unter anderem Gewaltprävention und ein damit einhergehender achtsamer Umgang miteinander, auch beim Thema Geflüchtete (www.a-wie-achtsam.de), wichtig bleiben. 

Das Beteiligen, Bemächtigen, Befähigen von Menschen mit Assistenzbedarf ist und bleibt auch mit Blick auf das Bundesteilhabegesetz eine wesentliche "Perspektive 2017 +", ein zentrale Aufgabe für das Sozialwerk St. Georg. Auch darum heißt unsere neue Empowerment-Initiative für 2017: „Gemeinsam. Stark. Machen!“ (www.gemeinsam-stark-machen.de). Mehr darüber erfahren Sie dann in 2018 im unserem nächsten Reisebericht, dem Jahresbericht 2017.