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„Ich werde ernst genommen“

Gemeinsam. Gewaltfrei. Gleichberechtigt! – wie im Berufsbildungsbereich der Emscher-Werkstatt, in dem Nicole Dörfling, hier mit Gruppenleiter Helmut Stapper, seit Januar 2017 arbeitet. Seit September 2017 ist sie zudem für zwei Tage pro Woche als Praktikantin im Referat für Presse-/Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising tätig. Die Diagnose Asperger-Syndrom bekam die 33-Jährige erst vor etwa eineinhalb Jahren. Seitdem kämpft sie darum, ihre Probleme gezielt anzugehen, um beruflich und privat ein möglichst erfülltes Leben zu führen.

Was bedeutet gleichberechtigter Umgang für mich?

Das Thema „gleichberechtigter Umgang“ hat für mich verschiedene Aspekte. Wichtig ist, dass man keine Unterschiede zwischen Menschen macht, egal, ob sie ein Handicap haben oder nicht. Man sollte jeden so akzeptieren, wie er ist, ihm zuhören und ihn ernst nehmen. Ich finde es schlimm, wenn ein Mensch ausgelacht und über seinen Kopf hinweg entschieden wird. Genauso wichtig ist es, eine Person nicht zu manipulieren. Zudem muss jeder Mensch Zeit bekommen, eigene Entscheidungen zu treffen.

Wie muss gleichberechtigter Umgang für mich aussehen, damit ich meine Ziele erreichen kann?

Gleichberechtigter Umgang ist für mich in allen Lebensbereichen wichtig – ob zuhause, in der Freizeit oder auf der Arbeit. Im Berufsbildungsbereich der Emscher-Werkstatt habe ich alle drei Monate ein Gespräch mit meinem Gruppenleiter und meiner Bildungsbegleiterin. Dabei teilt mir mein Gruppenleiter seine Beobachtungen mit. Ich finde es gut, dass ich seinen Anmerkungen auch widersprechen kann. Zudem habe ich die Möglichkeit, mitzuteilen, wo meine Probleme liegen. Dass man mir zuhört und mich nicht übergeht, das erfahre ich nicht nur in der Werkstatt, sondern auch bei meinem derzeitigen Praktikum. Diesesabsolviere ich im Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für jeweils zwei Tage pro Woche. Für mich gibt es hier viele Herausforderungen und Probleme zu bewältigen, die ich ohne Bedenken oder Angst klar äußern kann. Ebenso wie in der Werkstatt nehmen mich die Menschen hier ernst und beteiligen mich an Überlegungen und Planungen. Dass man mich frei entscheiden lässt, erlebe ich darüber hinaus im Umgang mit meiner Persönlichen Assistentin. Sie hilft mir, meine Probleme in den Griff zu kriegen, indem sie mich fördert und auf meine Wünsche eingeht. Früher habe ich oft genug mitbekommen, wie es ist, wenn die eigenen Wünsche nicht akzeptiert werden. Es ist auch schon mal vorgekommen, dass ich nicht genug Zeit bekommen habe, um mich für oder gegen etwas zu entscheiden. In solchen Momenten fühlte ich mich hilflos. Heute entscheide ich selbst.

Kontakt

Portrait Stefan Kuster
Portrait Regina Bruns
Portrait Stefan Kuster
Portrait Regina Bruns

 

Stefan Kuster
Tel.: 0209 7004-205
s.kuster(at)sozialwerk-st-georg.de

Regina Bruns
Tel.: 0209 7004-235
r.bruns(at)sozialwek-st-georg.de

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