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„Wir akzeptieren jeden so, wie er ist“

Gemeinsam. Gewaltfrei. Gleichberechtigt! – wie hier in der Ambulanten Wohnschule des WissensWert-Bildungsateliers, die 2011 ins Leben gerufen wurde. Acht Menschen lernen hier derzeit selbstbestimmt und eigenständig zu leben. Über die Fragen zum gleichberechtigten Umgang haben die Teilnehmenden intensiv diskutiert und sich auf den folgenden Text geeinigt.

Gleichberechtigter Umgang: Was bedeutet das für uns?

Jedem muss klar sein, dass alle Menschen gleich viel wert sind. Dabei ist es egal, ob sie eine Behinderung haben, wie sie aussehen, welcher Religion sie angehören oder wie sie ihr Leben gestalten. Wenn wir merken, dass wir ausgelacht werden, weil wir Teilnehmende der Wohnschule sind, ist das stets eine schlimme Erfahrung. Umso wichtiger finden wir es, dass es jeder Mensch verdient hat, akzeptiert zu werden, wie er ist. Gleichberechtigung bedeutet für uns aber auch, dass man sich auf Augenhöhe begegnet und niemand bevormundet wird. Denn auch wenn jemand noch nicht so viel weiß, ist seine Meinung wichtig und sollte gehört werden.

Was bedeutet Gleichberechtigung für uns innerhalb der Wohnschule?

Wir alle sind hier, um uns auf ein Leben in einer eigenen Wohnung vorzubereiten. Dafür bringen wir unterschiedliche Voraussetzungen mit. Was für den einen selbstverständlich ist, kann für einen anderen Teilnehmer eine große Herausforderung sein. Wir üben zum Beispiel, wie man Obst oder Gemüse richtig schneidet, ohne sich dabei zu verletzen. Auch über die Zubereitung von Lebensmitteln lernen wir viel. Dazu gehört etwa, wie frisches Fleisch richtig gebraten wird oder was man bei der Lagerung beachten muss. Aber auch den Umgang mit Geld besprechen wir häufig, oft in Verbindung mit dem Kochen. Da wir hier fast immer zu acht Personen in der Küche oder im Mehrzweckraum sind, ist es besonders wichtig, dass wir uns gegenseitig helfen und aufeinander aufpassen. Es funktioniert eben nicht, dass man selbst immer die interessantesten Aufgaben übernimmt. Und vor allem ist es wichtig, dass hier jeder die Möglichkeit hat, alles auszuprobieren. Manche haben zum Beispiel Angst, ein scharfes Messer zu benutzen. Dafür wird aber niemand ausgelacht oder kritisiert. Derjenige bekommt dann so viel Zeit, bis er es schafft und keine Angst mehr hat.

Kontakt

Portrait Stefan Kuster
Portrait Regina Bruns
Portrait Stefan Kuster
Portrait Regina Bruns

 

Stefan Kuster
Tel.: 0209 7004-205
s.kuster(at)sozialwerk-st-georg.de

Regina Bruns
Tel.: 0209 7004-235
r.bruns(at)sozialwek-st-georg.de

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