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Erfolgreich abgeschlossen: Schulungen zu Genesungsbegleiter/innen

12. November 2021

Einen langen Atem mussten die Teilnehmer:innen des Genesungsbegleitungskurses haben. Denn bis sie ihre Schulung beenden konnten, vergingen sage und schreibe eineinhalb Jahre. „Corona hat uns einen dicken Strich durch unsere Planungen gemacht,“ erzählt Nina Rath, Projektleiterin für die Angebote im Wittgensteiner Land. „Erst mussten wir später starten, dann gab es lange Unterbrechungen. In dieser Zeit haben wir uns mit digitalen Treffen beholfen und sind so in Kontakt geblieben.“ Im Juni 2021 ging es dann erst wieder weiter mit Präsenztreffen. Jetzt erhielten die ersten fünf Teilnehmenden ihre Bescheinigung über den erfolgreichen Abschluss des Kurses.

Was machen Genesungsbegleiter:innen? Rath: „Die Idee, die dahintersteckt, ist, dass Menschen, die eigene Erfahrungen, zum Beispiel mit einer psychischen Erkrankung haben, andere Betroffene beraten und unterstützen, damit diese wiederum besser mit ihrer Erkrankung umgehen können.“ In der Schulung erhalten sie das notwenige Rüstzeug für eine solche Tätigkeit. Dazu gehört es auch, die eigene Lebensgeschichte zu reflektieren ebenso wie Verarbeitungs- und Beziehungsmuster. Sie lernen, wie sie ihre Erfahrungen weitergeben können, bauen Empowermentstrategien aus und bringen sie in die Beratung ein. Zurzeit kommt der Kontakt zwischen Genesungsbegleiter:in und denjenigen, die Unterstützung suchen, über die Mitarbeitenden aus dem Ambulant Betreuten Wohnen zustande. Perspektivisch ist geplant, regelmäßige Sprechstunden in Beratungsstellen des Sozialwerks anzubieten.

Die von der Aktion Mensch geförderten Schulungen zu Genesungsbegleiter:innen werden auch in anderen Regionen des Sozialwerks angeboten. Die Kurse sind offen für alle Interessierte, Auskünfte erteilen: