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Am 13. September 2025, einen Tag vor den Kommunalwahlen in NRW, lädt das Hilchenbacher Bündnis für Toleranz und Zivilcourage wieder zum „Fest der Vielfalt“ ein. Ziel der Veranstaltung ist es, ein sichtbares Zeichen für Demokratie, Toleranz und Miteinander zu setzen – unabhängig von parteipolitischen Auseinandersetzungen. In den vergangenen Jahren fand das Fest bewusst als Gegenveranstaltung zum sogenannten „Tag der Heimattreue“ statt, bei dem rechtsextreme Gruppen in Hilchenbach zusammenkamen. In diesem Jahr liegt dieser Termin eine Woche zurück, sodass das Fest ganz im Zeichen der Begegnung und des Austauschs stehen kann.

Premiere für die Trommelgruppe aus Kreuztal

Anke Rötz, Mitarbeiterin in der Tagestruktur „Alte Marienschule“ in Siegen, gestaltet das „Fest der Vielfalt“ seit der ersten Ausgabe vor drei Jahren mit. In diesem Jahr freut sie sich besonders darüber, dass die Trommelgruppe aus dem Pluspunkt St. Georg in Kreuztal mit dabei ist. Als Anke Rötz die Musiker:innen fragte, ob sie beim Fest auftreten möchten, mussten sie nicht lange überlegen: „Die Zusage kam sofort“, berichtet die gelernte Krankenschwester begeistert.

Die Gruppe wurde von einer Klient:in ins Leben gerufen; inzwischen besteht sie aus bis zu sieben Trommler:innen. Sie spielen ihre eigenen Stücke mit viel Leidenschaft und Teamgeist. Beim „Fest der Vielfalt“ treten sie rund 15 Minuten auf und sind die „Vorgruppe“ zur Band „Steine“ aus Köln.

Buntes Programm für alle

Neben Musik erwartet die Besucher:innen ein buntes Programm: Redebeiträge, ein Spielmobil, Kinderschminken und ein Buffet mit Fingerfood laden zum Mitmachen und Verweilen ein. Besonders spannend sind zwei Programmpunkte, die Anke Rötz hervorhebt: „Es wird eine ‚Statementwall‘ geben, auf der alle ihre persönlichen Botschaften an die Mitmenschen hinterlassen können. Außerdem zeigen wir eine Ausstellung über die ‚Kinder vom Bullenhuser Damm‘.“

Der Bullenhuser Damm ist eine Gedenkstätte in Hamburg. Dort wird an 20 jüdische Kinder und mindestens 28 Erwachsene erinnert, die am 20. April 1945 von SS-Männern ermordet wurden.

Anke Rötz freut sich besonders über Gäste aus dem Sozialwerks St. Georg: „Unser Fest bietet die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsam ein starkes Zeichen für Demokratie zu setzen. Gerade am Tag vor der Wahl ist das wichtiger denn je.“

 

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