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17. Februar 2020

Kooperationsvereinbarung mit Berufskolleg Königstraße unterzeichnet

Praxisintegrierte Ausbildung jetzt auch im Sozialwerk St. Georg Ruhrgebiet

Das Schlagwort „Fachkräftemangel“ ist in aller Munde und auch das Sozialwerk St. Georg hat zunehmend Schwierigkeiten, offene Stellen mit geeigneten Mitarbeitenden zu besetzen. Mit der jetzt unterzeichneten Kooperationsvereinbarung zwischen dem Unternehmensbereich Ruhrgebiet und dem Berufskolleg Königstraße werden neue Wege beschritten, um dem entgegen zu wirken. Ab dem Schuljahr 2020/21 bieten Sozialwerk und Berufskolleg gemeinsam eine praxisintegrierte Ausbildung (PIA) zum/zur staatlich anerkannten Heilerziehungspfleger/in an.

Im Gegensatz zur herkömmlichen Fachausbildung werden bei PIA schulische und praktische Anteile sehr viel enger verzahnt. Vorgesehen sind durchschnittlich zwei Tage pro Woche Unterricht und Praxiszeiten in einer Einrichtung des Sozialwerkes. Holger Gierth, Geschäftsführer des Bereiches Ruhrgebiet: „Wir bieten jungen Menschen damit eine attraktive Ausbildung und haben durch den Praxisanteil, der im Sozialwerk stattfindet, bessere Chancen, gut ausgebildete Fachkräfte künftig enger an uns zu binden. Eine klassische Win-win-Situation sozusagen.“

Christiane Bicker, Fachleiterin im Wohnverbund Zugvögel des Sozialwerkes, vertritt das Sozialwerk St. Georg im pädagogischen Beirat der Schule. Sie ergänzt: „Die Ausbildung ist auch interessant für einige Kolleginnen und Kollegen, die bereits für uns arbeiten ohne einen staatlich anerkannten Abschluss. Durch die Kooperation können sie dies weiterhin tun und gleichzeitig eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger oder zur -pflegerin absolvieren.“

Das Berufskolleg Königstraße der Stadt Gelsenkirchen bietet 25 bis 30 Plätze für die praxisintegrierte Ausbildung zum/zur staatlich anerkannten Heilerziehungspfleger/in an. Zunächst ist ein Durchlauf geplant. Schulleiter Gorden Skorzik: „Den nächsten Jahrgang bieten wir frühstens in drei Jahren an. Interessierte sollten die Gelegenheit also jetzt nutzen. Zumal es sich hier um einen Abschluss mit sehr guten Zukunftsperspektiven handelt.“ Lothar Danielowski, Bereichsleiter für Heilerziehungspflege am Berufskolleg, freut sich darauf, die Ausbildung während der Kooperationsphase mit dem Sozialwerk St. Georg weiter zu entwickeln. „Ich kann mir zum Beispiel gut vorstellen, den Lernort stundenweise von der Schule in die Einrichtung zu verlagern. Davon profitieren sozialer Träger genauso wie die Schülerinnen und Schüler. Durch die Kooperation haben wir ja jetzt einen sehr kurzen Draht zueinander.“

Anmeldungen für die nach den Sommerferien beginnende Ausbildung werden ab sofort entgegen genommen. Weitere Informationen zu den Voraussetzungen für eine Aufnahme hält das Berufskolleg Königstraße der Stadt Gelsenkirchen hier bereit.

Staatlich anerkannte Heilerziehungspfleger/innen…
… arbeiten als pädagogische und pflegerische Fachkräfte für Menschen mit Assistenzbedarf aller Altersgruppen und haben damit ein sehr breites Spektrum an Beschäftigungsfeldern. Weitere Informationen zum Berufsbild hat die Agentur für Arbeit hier zusammen getragen.