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Mahnmal gegen Missbrauch

12. November 2021

Es ist ein starkes Zeichen, das bewusst irritieren und aufrütteln soll: In einigen katholischen Kirchen in Gelsenkirchen sind derzeit die Kruzifixe verhüllt. Damit möchte Propst Markus Pottbäcker gemeinsam mit den verschiedenen Gemeinden seiner Großpfarrei St. Augustinus ein Zeichen setzen gegen den massenhaften sexuellen Missbrauch, dem in der katholischen Kirche so viele junge Menschen zum Opfer gefallen sind. „Wir zeigen so unsere Betroffenheit und unsere Solidarität mit den Opfern“, betont der Propst.

Eine Aktion, die auch im Ehrenamtskreis der St.-Anna-Kirche ein großes Echo ausgelöst hat. „Wir haben uns der Initiative von Propst Pottbäcker angeschlossen und ebenfalls das Kruzifix in der St.-Anna-Kirche verhüllt“, betont Doris Trimborn im Namen des Kreises. „Damit machen wir deutlich, dass auch wir Scham empfinden angesichts des Umgangs der Kirche mit dem Thema Missbrauch. Wir denken, dass Jesus die Sünden zwar vergibt, aber sie auch benennt!“