Mehr Qualität für mehr Zukunft im GaLaBau von georgs.plus
Wer täglich draußen auf Baustellen arbeitet, weiß: Gute Arbeit entsteht nicht allein durch Fachwissen und Engagement, sondern auch durch klare Absprachen und funktionierende Abläufe. Genau hier setzte das Qualitätsmanagementprojekt des Garten- und Landschaftsbau-Betriebs (GaLaBau) der georgs.plus gGmbH an. Das Ergebnis des von der Aktion Mensch geförderten Projekts: Ein neues Qualitätsmanagementsystem und ein gemeinsam erarbeitetes QM-Handbuch sorgen künftig für mehr Transparenz, Orientierung und verlässliche Abläufe im Arbeitsalltag.
Warum war das Projekt notwendig? Was hat sich konkret verbessert?
In den vergangenen Jahren zeigte sich, dass einige Arbeitsabläufe nicht mehr optimal aufeinander abgestimmt waren. Qualitätsprobleme, Missverständnisse und zeitaufwändige Nacharbeiten traten häufiger auf. So kam es vor, dass auf Baustellen benötigte Werkzeuge fehlten oder zunächst gesucht werden mussten. Heute verfügt jedes Fahrzeug über einen fest definierten Werkzeugsatz. Die Werkzeuge sind eindeutig zugeordnet, feste Lagerorte schaffen Übersicht und klare Verantwortlichkeiten sorgen dafür, dass fehlende Arbeitsmittel zeitnah ersetzt werden. Das spart Zeit und reduziert unnötige Unterbrechungen während der Arbeit.
Ein weiteres wichtiges Thema war die Qualitätssicherung. Nacharbeiten verursachen zusätzlichen Aufwand und vermeidbare Kosten. Deshalb wurden gemeinsam verbindliche Qualitätskontrollen entwickelt. Künftig prüfen Mitarbeitende und Vorarbeiter Arbeitsergebnisse vor Abschluss eines Auftrags gemeinsam. Vorher-Nachher-Fotos dokumentieren die erbrachte Leistung und kleinere Mängel können direkt vor Ort behoben werden, bevor sie zu Reklamationen oder Nacharbeiten führen. Die neuen Abläufe und Standards wurden im QM-Handbuch festgehalten.
QM-Handbuch schafft Transparenz und erleichtert die Orientierung
Im Rahmen des Projekts wurden zentrale Arbeitsprozesse systematisch beschrieben und überprüft. Das neue QM-Handbuch bündelt diese Informationen und dient künftig als gemeinsamer Orientierungsrahmen für alle Mitarbeitenden.
Klare Zuständigkeiten und nachvollziehbare Abläufe erleichtern die tägliche Arbeit, reduzieren Fehlerquellen und helfen dabei, neue Kolleginnen und Kollegen schneller einzuarbeiten.
Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts lag auf der aktiven Beteiligung der Mitarbeitenden. In Workshops und Qualitätszirkeln brachten sie ihre Erfahrungen, Ideen und Verbesserungsvorschläge mit großem Engagement und hoher Motivation ein. „Wir haben festgestellt, wie viel Wissen und Erfahrung in unserem Team vorhanden sind. Durch das Projekt ist es gelungen, dieses Wissen sichtbar und für alle nutzbar zu machen. Das stärkt nicht nur die Qualität unserer Arbeit, sondern auch die Zukunft unserer Inklusionsarbeitsplätze“, fasst Projektleiter Thomas Kipp die Erfahrungen aus dem Projekt zusammen.
Mitbestimmung, Inklusion und Qualitätsarbeit gehen Hand in Hand
Alle Mitarbeitenden wurden aktiv in das Projekt einbezogen. So wurden beispielsweise Gebärdendolmetscherinnen eingesetzt, um die Teilnahme eines gehörlosen Mitarbeiters an allen Workshops und Qualitätszirkeln zu ermöglichen. Dadurch wurde sichergestellt, dass er seine Erfahrungen, Ideen und Verbesserungsvorschläge uneingeschränkt einbringen und gleichzeitig alle Gesprächsinhalte vollständig verstehen konnte.
Mit dem Projekt war auch eine soziale Aufgabe verbunden: die langfristige Sicherung von Inklusionsarbeitsplätzen. Eine höhere Prozess- und Arbeitsqualität stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Gala-Bau-Betriebs und schafft damit eine stabile Grundlage für bestehende und zukünftige Inklusionsarbeitsplätze. Mit dem neuen QM-Handbuch ist ein praxisnahes Instrument entstanden, um die neuen Standards dauerhaft zu verankern.