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14. November 2025

Kirche St. Anna wird Teil der Manifesta 2026

Die Kirche St. Anna in Gelsenkirchen ist seit vielen Jahren ein besonderer Ort im Sozialwerk St. Georg: ein Raum für Spiritualität, Kultur und Inklusion, offen für Gottesdienste, Konzerte, Ausstellungen und kreative Projekte mit Menschen mit Assistenzbedarf. Zugleich ist die Kirche ein wichtiger Ankerpunkt im Stadtteil – getragen von der Quartiersarbeit und zahlreichen lokalen Kooperationen.

Im kommenden Jahr übernimmt St. Anna eine neue Rolle: Die Kirche gehört zu den Gastgeberinnen der europäischen Nomadenbiennale Manifesta, die erstmals im Ruhrgebiet stattfindet. Vom 21. Juni bis 4. Oktober 2026 präsentieren internationale Künstler:innen ihre Werke in Gelsenkirchen – und St. Anna wird einer der zentralen Ausstellungsorte. Für mehrere Monate verwandelt sich die ehemalige Pfarrkirche in einen Raum zeitgenössischer Kunst und internationaler Begegnungen.

Die Manifesta beschäftigt sich intensiv mit der Frage, wie leerstehende oder aufgegebene Kirchen zu neuen kulturellen Räumen werden können. Ein Gedanke, der gut zu St. Anna passt. Kirchenmanager und Quartiersarbeiter Alexander Libera sieht die Teilnahme als besondere Chance: „Die Manifesta bringt viele spannende Menschen nach Gelsenkirchen. Uns ist wichtig, dass daraus Kontakte entstehen und Synergien wachsen, von denen Menschen mit und ohne Assistenzbedarf profitieren.“

Damit die Ausstellung vorbereitet und aufgebaut werden kann, wird St. Anna bereits einige Wochen vor Beginn der Manifesta für den regulären Betrieb geschlossen. Während der Ausstellungszeit selbst ruht der Alltag in der Kirche vollständig. Das ermöglicht neue künstlerische Dialoge, internationale Vernetzung und kreative Impulse – für das Sozialwerk St. Georg, die Kunstschaffenden und das gesamte Quartier.

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