Tim Puffler spricht bei WDR 5 über FASD
Am internationalen Tag des alkoholgeschädigten Kindes am Mittwoch, 9. September, ist Tim Puffler, Klient der Tagesstruktur EigenArt des Sozialwerks St. Georg, im Radio zu hören. Zwischen 10 und 12 Uhr ist ein Interview mit ihm in der WDR-5-Sendung „Neugier genügt“ geplant.
Am selben Tag sind Tim Puffler und seine Adoptivmutter Monika Reidegeld außerdem mit einer FASD-Lesung in der Stadthalle Bad Hersfeld zu Gast. Die Veranstaltung der Suchtprävention der Diakonie ist mit mehr als 100 Anmeldungen bereits ausgebucht.
Seit Jahren für mehr Aufklärung
Tim Puffler setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, FASD bekannter zu machen und über die Folgen von Alkohol während der Schwangerschaft aufzuklären. Erst im Alter von 31 Jahren erhielt er selbst die Diagnose Fetale Alkoholspektrumstörung, kurz FASD. Der Begriff beschreibt mögliche Auswirkungen auf die Entwicklung eines Menschen, wenn die Mutter während der Schwangerschaft Alkohol konsumiert hat. Für Tim war die Diagnose damals, wie er selbst sagt, „wie eine Erlösung“. Viele Schwierigkeiten, die ihn seit seiner Kindheit und Jugend begleitet hatten, bekamen dadurch eine Erklärung.
Eine wichtige Rolle spielte für ihn die Tagesstruktur EigenArt des Sozialwerks St. Georg. Dort erhielt er Unterstützung dabei, seinen Alltag zu strukturieren. Unter anderem absolvierte er ein soziales Training und lernte, sich besser abzugrenzen – etwas, das ihm zuvor große Schwierigkeiten bereitet hatte.
Seine Erfahrungen waren für Tim Puffler und seine Adoptivmutter Monika Reidegeld auch der Anlass, gemeinsam das Buch „Tim – Ein Leben mit dem Fetalen Alkoholsyndrom“ zu schreiben. Darin erzählen beide von seinem Lebensweg und davon, wie sich FASD auf unterschiedliche Lebensbereiche auswirken kann. Seit der Veröffentlichung sind die beiden immer wieder mit Lesungen unterwegs und informieren über FASD. Tim selbst ist dabei besonders wichtig, dass Menschen mit FASD möglichst früh die Unterstützung bekommen, die sie benötigen.