Schriftgröße anpassen:  
    Verlinkungen hervorheben:  A
Vorlesen

Mike Vollmer ist 32 Jahre alt, arbeitet seit zehn Jahren in der Lenne-Werkstatt und engagiert sich dort seit vier Jahren im Werkstattrat. Nun geht er noch einen Schritt weiter: Bei der Kommunalwahl im September kandidiert er für die SPD im Stadtrat von Schmallenberg.

Herr Vollmer, wie kam es zu Ihrer Kandidatur?
„Mein Vater ist schon lange in der SPD aktiv und seit knapp fünf Jahren im Stadtrat. Dieses Jahr ist er sogar Bürgermeisterkandidat. Ich war schon öfter bei Sitzungen dabei und habe gemerkt: Da kann man Dinge bewegen. Die Partei hat mich schließlich gefragt, ob ich kandidieren möchte.“

Warum gerade die SPD?
"Die SPD setzt sich stark für Werkstattbeschäftigte ein und überhaupt steht die Partei für soziales Engagement."

Was hat Sie motiviert, politisch aktiv zu werden?
„Meine Arbeit im Werkstattrat hat mich motiviert. Dort habe ich immer wieder mit Politiker:innen zu tun – zum Beispiel war der Bundestagsabgeordnete Dirk Wiese schon einmal hier, und wir haben über Inklusion gesprochen. Ich fahre auch öfter zur Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte in Gelsenkirchen. Irgendwann habe ich gedacht: Ich könnte mich auch privat politisch engagieren.“

Welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?
„Barrierefreiheit. Da muss in Schmallenberg noch viel passieren. In der Lenne-Werkstatt gab es mal ein Projekt dazu, und das könnte man in der Stadt ausbauen. Auch Leichte Sprache ist wichtig, damit alle die Informationen verstehen können. Amtsdeutsch ist oft schwer zu lesen. Es geht mir um Teilhabe und Inklusion, besonders für Menschen mit Assistenzbedarf.“

Was möchten Sie aus Ihrer eigenen Erfahrung in die Politik einbringen?
„Ich weiß aus eigener Erfahrung, was in der Werkstatt gut funktioniert – und was nicht.“ (lacht)

Wie reagiert Ihr Umfeld auf Ihre Kandidatur?
„Überrascht, aber positiv.“

Wer unterstützt Sie im Wahlkampf?
„Die SPD vor Ort – und mein Vater natürlich.“

Was wäre für Sie ein Erfolg nach der Wahl?
„Wenn ich etwas anstoßen kann, auch wenn ich nicht direkt in den Stadtrat komme. Und ein gutes Stimmenergebnis.“

Was möchten Sie den Leser:innen im Sozialwerk mit auf den Weg geben?
„Unbedingt am 14. September wählen gehen. Demokratie lebt nur von Teilhabe. Und natürlich demokratisch wählen.“

Vorlesen