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Wie gelingt Teilhabe am Arbeitsleben? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Titelthema der aktuellen Ausgabe unserer Hauszeitschrift EinBlick. Einer der dort vorgestellten Beschäftigten ist Torsten Hillebrand aus der Lenne-Werkstatt in Schmallenberg. Im EinBlick lernen Sie ihn bereits kennen – nun blicken wir noch einmal ausführlicher hinter die Kulissen seines betriebsintegrierten Arbeitsplatzes bei den Karl-May-Festspielen in Elspe.

=> Zum Blickpunkt „Teilhabe am Arbeitsleben“ im aktuellen EinBlick

Ein Arbeitsplatz, der begeistert

Wenn Torsten Hillebrand morgens das Gelände der Karl-May-Festspiele in Elspe betritt, beginnt sein Arbeitstag meist mit einem Rundgang über das Festivalgelände. Müll einsammeln, Wege kontrollieren, für Ordnung sorgen – bevor die ersten Besucher:innen kommen, gibt es schon einiges zu tun. Der Beschäftigte der Lenne-Werkstatt des Sozialwerks St. Georg arbeitet dort während der Spielsaison im Rahmen eines betriebsintegrierten Arbeitsplatzes. Für den 44-Jährigen ist damit ein Wunsch in Erfüllung gegangen: Seit 1986 besucht er die Karl-May-Festspiele als begeisterter Winnetou-Fan – heute gehört er selbst zum Team.

Wie sein Arbeitstag weiter verläuft, entscheidet sich oft erst im Laufe des Vormittags. Nachdem das Gelände sauber ist, übernimmt er weitere Aufgaben – mal im Bereich der Rodeo-Show, mal als Ordner oder hinter den Kulissen. An heißen Sommertagen bringt er Getränke zu den Reitplätzen oder versorgt die Schauspieler:innen. Kein Tag verläuft wie der andere – genau diese Abwechslung schätzt er an seiner Arbeit. Auf die Frage, was ihm am meisten Spaß macht, muss er nicht lange überlegen: „Alles.“

Ein Arbeitsplatz, der zum Menschen passt

Dass Torsten Hillebrand heute bei den Karl-May-Festspielen arbeitet, ist keineswegs selbstverständlich. Gemeinsam mit den Beschäftigten suchen Jobcoaches nach Betrieben, die zu ihren Interessen und Fähigkeiten passen. „Man darf nicht nur auf den Arbeitsplatz schauen, sondern muss das ganze Umfeld mitdenken“, sagt Jobcoach Hartmut Dommes. Beschäftigte sammeln auf einem betriebsintegrierten Arbeitsplatz wertvolle Erfahrungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, bleiben aber organisatorisch an ihre Werkstatt angebunden. So können sie neue Aufgaben übernehmen, Selbstvertrauen gewinnen und gleichzeitig auf die Sicherheit und Begleitung ihrer Werkstatt vertrauen.

Bei Torsten Hillebrand war schnell klar, wohin die Reise gehen sollte. Als sich die Möglichkeit für ein Praktikum im Elspe Festival ergab, musste er nicht lange überlegen. Inzwischen arbeitet er bereits in seiner zweiten Saison dort.

Wertschätzung, die motiviert

Dass er sich in seinem neuen Arbeitsumfeld wohlfühlt, merken auch die Kolleg:innen und die Besucher:innen. Besonders stolz machen ihn die Rückmeldungen der Gäste. Immer wieder hört er, wie sauber das Gelände sei und dass er überall im Einsatz sei. Solche Anerkennung motiviert ihn und zeigt ihm, dass seine Arbeit gesehen und wertgeschätzt wird.

Die Faszination für die Karl-May-Festspiele ist bis heute ungebrochen. Noch immer verfolgt Torsten Hillebrand begeistert die Reitshows und bewundert die Stuntreiter:innen aus verschiedenen Ländern.

Im September endet die Saison in Elspe. Dann kehrt Torsten Hillebrand an seinen Arbeitsplatz in der Lenne-Werkstatt zurück. Gerade diese Kombination schätzt er sehr: Im Sommer arbeitet er bei den Karl-May-Festspielen, im Winter bietet ihm die Werkstatt einen vertrauten und sicheren Arbeitsplatz. Für ihn ist genau diese Verbindung der richtige Weg – und ein gutes Beispiel dafür, wie individuell Teilhabe am Arbeitsleben aussehen kann.

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